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Die Püttberge im Jahr 2012

31.10.2012 - Der Herbst geht zu Ende...

Da ich den ganzen Oktober keine Fotos in den Püttbergen geschossen habe, brauche ich nun auch keinen neuen Monat mehr anzufangen und deshalb veröffentliche ich meinen vorraussichtlich letzten Bericht in diesem Jahr einfach noch unter dem Monat September - obwohl es nun schon fast Winter ist.

Evarcha falcata
Gattungssuche Evarcha falcata - Springspinne ♂Springspinnengalerie
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Nr. 2012.7593_600kl100 %
7593_600kl
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/10s; ISO 400
Canon EOS 50D

Evarcha falcata
Gattungssuche Evarcha falcata - Springspinne ♂Springspinnengalerie
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Nr. 2012.7623_29kl_r100 %
7623_29kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/4 (DFF); 1/80s; ISO 400
Canon EOS 50D

Weither war es allerdings in diesem Jahr sowieso nicht mit einem goldenen Herbst. Die Tage mit nassem Schmuddelwetter waren eindeutig in der Überzahl. Umso schöner, wenn es die Sonne dann, wie am heutigen Tage, doch noch einmal schafft den Frühnebel wegzudampfen.

Doch nicht nur uns Menschen lockten ihre warmen Strahlen noch einmal vor die Tür, nein, auch ein Evarcha falcata Männchen turnte mehr oder weni­ger munter durchs bunt gefärbte Laub eines Strauches am Wegrand.

Evarcha falcata
Gattungssuche Evarcha falcata - Springspinne ♂Springspinnengalerie
X
Nr. 2012.7634_42kl_r100 %
7634_42kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/8s; ISO 400
Canon EOS 50D

Ich hatte mich natürlich nicht ganz ohne Grund an dieser Stelle etwas intensiver umgeschaut, denn Mitte September fand ich gleich in der Nähe das dazugehörige Weibchen. Eigentlich hatte ich schon nicht mehr an einen Fund in diesem Jahr geglaubt. Umso schöner, daß jetzt mein Springspinnen-Projekt nicht ohne Fotos eines Männchen dieser Allerweltsart online gehen muß.

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18.09.2012 - Ein bißchen weiter oben...

...als meine letzten Springspinnen-Funde, die im Normalfall alle am Boden anzutreffen sind, befindet sich der Lebensraum meines heutigen Motives. Die Rede ist von einem Evarcha falcata Weibchen.

Obwohl diese Art als eine der häufigsten einhei­mischen Springspinnen gilt, bekommt man sie doch relativ selten zu Gesicht. Sie ist meist in der boden­nahen Vegetation unterwegs, besteigt aber auch gerne mal das eine oder ander Gebüsch und ist dort durch ihre Färbung meist sehr gut getarnt.

Evarcha falcata
Gattungssuche Evarcha falcata - Springspinne ♀Springspinnengalerie
X
Nr. 2012.6003_08kl_r100 %
6003_08kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D
Evarcha falcata
Gattungssuche Evarcha falcata - Springspinne ♀Springspinnengalerie
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Nr. 2012.6020_21kl_r100 %
6020_21kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D

Evarcha falcata
Gattungssuche Evarcha falcata - Springspinne ♀Springspinnengalerie
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Nr. 2012.5988_91kl_r100 %
5988_91kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/6.3 (DFF); 1/5s; ISO 400
Canon EOS 50D

Ich hoffe, daß ich auch noch ein Männchen finde, bevor der Winter anfängt, damit mein Springspinnen-Projekt, zumindest bei dieser Allerweltsart, nicht mit den detailarmen Fotos aus meiner fotografischen Vergangenheit klarkommen muß.

Weitere Infos zur Art gibt's im Bericht meines Erstfundes in den Püttbergen am 22.07.2012.

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16.09.2012 - Gleich zwei...

...Springspinnen aus der selben Gattung habe ich heute gefunden. Da ich wußte, wo man nach ihnen suchen muß, war es allerdings keine so große Überraschung.

Beide Arten stehen in Deutschland auf der Roten Liste - der Status von Pellenes tripunctatus wird als "Gefährdet" eingestuft, der von Pellenes nigrociliatus als "Stark gefährdet". In der Roten Liste des Landes Berlin gilt Letztere sogar als "vom Aussterben bedroht".

Pellenes tripunctatus
Gattungssuche Pellenes tripunctatus - Kreuz-Springspinne juv.Springspinnengalerie
X
Nr. 2012.5785_91bkl_r100 %
5785_91bkl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/5s; ISO 400
Canon EOS 50D
Pellenes nigrociliatus
Gattungssuche Pellenes nigrociliatus - Springspinne ♀Springspinnengalerie
X
Nr. 2012.5697bkl_r100 %
5697bkl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8; 1/1s; ISO 400
Canon EOS 50D
Umso schöner natürlich, wenn man beide Arten gleich vor der eigenen Haustür finden kann. Leider ist der jetztige Zeitpunkt sehr ungünstig, um erwachsene Tiere zu fotografieren, da beide Arten meist als Jung­tiere überwintern und sich erst im Frühjahr zu ihrer Reife häuten, um dann ihr endgültiges Aussehen anzunehmen.

Wenigstens von Pellenes nigrociliatus habe ich aber trotzdem ein erwachsenes Weibchen finden können.

Pellenes tripunctatus
Gattungssuche Pellenes tripunctatus - Kreuz-Springspinne juv.Springspinnengalerie
X
Nr. 2012.5759_61kl_r100 %
5759_61kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 50D

Pellenes tripunctatus
Gattungssuche Pellenes tripunctatus - Kreuz-Springspinne juv.Springspinnengalerie
X
Nr. 2012.5812_17kl_r100 %
5812_17kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D
Pellenes nigrociliatus
Gattungssuche Pellenes nigrociliatus - Springspinne ♀Springspinnengalerie
X
Nr. 2012.5679_84kl_r100 %
5679_84kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/7.1 (DFF); 1/2s; ISO 400
Canon EOS 50D

Pellenes nigrociliatus
Gattungssuche Pellenes nigrociliatus - Springspinne ♀Springspinnengalerie
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Nr. 2012.5705_07kl_r100 %
5705_07kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/6.3 (DFF); 1/1s; ISO 400
Canon EOS 50D

Beide Arten haben mit ihrer Vorliebe für leere Schneckenhäuser eine weitere Gemeinsamkeit. Sie dienen ihnen sowohl zur Überwinterung als auch im Sommer zur Eiablage. Welches besondere Verhalten Pellenes nigrociliatus dabei an den Tag legt kann man in meinem Bericht von 2010 nachlesen. An dieser Stelle finden sich auch weitere Informationen zu beiden Arten hinsichtlich Verbreitung und Lebensraum.

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15.09.2012 - Und weiter geht's...

...mit der Suche für mein neues Projekt. Heute habe ich mich auf die Spur der V-Springspinne gemacht. Diese auf offene, trockene Habitate angewiesene Art ist hier in den Püttbergen recht häufig und so dauerte meine Suche auch gar nicht lange, bis ich ein hübsches Männchen gefunden hatte.

Aelurillus v-insignitus
Gattungssuche Aelurillus v-insignitus - V-Springspinne ♂Springspinnengalerie
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Nr. 2012.5646_49kl_r100 %
5646_49kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D

Aelurillus v-insignitus
Gattungssuche Aelurillus v-insignitus - V-Springspinne ♂Springspinnengalerie
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Nr. 2012.5601_06kl_r100 %
5601_06kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/5s; ISO 400
Canon EOS 50D

Während die Weibchen der V-Springspinne, wie bei fast allen Arten aus der Gattung Aelurillus, eher unscheinbar gefärbt sind, weisen die Männchen einen gelb-bräunlichen Gesichtsbereich, hübsche gelbe, stark behaarte Taster und die typische V-Zeichnung auf der Stirn auf. Letzterem verdankt die Art dann auch ihren Namen.

Beiden Geschlechtern gleichermaßen sind jedoch die herrlichen grünen Augen gemein, die im richtigen Licht wunderschön leuchten.

Aelurillus v-insignitus
Gattungssuche Aelurillus v-insignitus - V-Springspinne ♂Springspinnengalerie
X
Nr. 2012.5625_27kl_r100 %
5625_27kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/2s; ISO 400
Canon EOS 50D

Das dazugehörige Weibchen sprang mir dann einige Minuten später sogar auch noch über den Weg. Allerdings taugte es nicht für meine fotografischen Zwecke, da es leider schon ein wenig ramponiert war und nur noch über 6 seiner 8 Beine verfügte. Zum Herumhüpfen und Überleben reicht das aber allemal.

Weitere Infos zur Art gibt's im Bericht meines Erstfundes vom 25.06.2010.

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14.09.2012 - Männchen gesucht...

Nachdem die letzten beiden Springspinnen ihren Weg von allein zu mir gefunden haben, habe ich nun beschlossen, nach ein paar weiteren fehlenden Tieren für mein Projekt aktiv auf die Suche zu gehen. Schließlich will ich ja noch so viele heimische Arten wie möglich mit meinem Lupenobjektiv vollauflösend auf den Chip bannen, eh die kalte Jahreszeit anbricht.

Marpissa muscosa
Gattungssuche Marpissa muscosa - Rindenspringspinne ♂Springspinnengalerie
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Nr. 2012.5536_42kl_r100 %
5536_42kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/8s; ISO 400
Canon EOS 50D

Marpissa muscosa
Gattungssuche Marpissa muscosa - Rindenspringspinne ♂Springspinnengalerie
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Nr. 2012.5487_89kl_r100 %
5487_89kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D

Die Püttberge, als ein wahres Salticiden-Eldorado, in dem ich ja noch dazu quasi mittendrin sitze, bieten sich für dieses Unterfangen natürlich perfekt an.

Welche Arten mir in den letzten Jahren hier begeg­net waren, wußte ich ja und damit auch an welchen Stellen ich nach ihnen suchen mußte.

Als erstes suchte ich nach einem Männchen der Rindenspringspinne. Natürlich nicht in unserem Flur, wo meine Freundin vor ein paar Tagen das entsprechende Weibchen entdeckte, sondern an den besonnten Stämmen der Püttbergekiefern.

Marpissa muscosa
Gattungssuche Marpissa muscosa - Rindenspringspinne ♂Springspinnengalerie
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Nr. 2012.5524_28kl_r100 %
5524_28kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 50D

Nach "ein paar" Stämmen wurde ich dann auch fündig und habe damit wieder eine Art komplett.

Infos zur Art gibt's beim Weibchen.

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13.09.2012 - Und gleich noch eine...

...fehlende Springspinne auf der Liste für mein Projekt, die ihren Weg von ganz allein zu mir gefunden hat.

Dendryphantes rudis
Gattungssuche Dendryphantes rudis - Springspinne ♀Springspinnengalerie
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Nr. 2012.5352_53ekl_r100 %
5352_53ekl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/1s; ISO 400
Canon EOS 50D

Dendryphantes rudis
Gattungssuche Dendryphantes rudis - Springspinne ♀Springspinnengalerie
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Nr. 2012.5383_87kl_r100 %
5383_87kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/5.6 (DFF); 1/3s; ISO 400
Canon EOS 50D

Die Rede ist von einem hübschen Dendryphantes rudis Weibchen, welches heute morgen munter auf unserem Hoftor herumspazierte und mir somit das lange Herumgesuche zwischen den vielen, vielen, vielen Zweigen der Püttbergekiefern erspart hat.

Zwar hatte ich auch diese Art schon das eine oder andere Mal vor meiner Linse, jedoch hatte ich, genau wie bei meinem Fund von vorgestern, damals andere Maßstäbe hinsichtlich der Qualität und vor allem der zu fotografierenden Ansichten der Spinne.

Dendryphantes rudis
Gattungssuche Dendryphantes rudis - Springspinne ♀Springspinnengalerie
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Nr. 2012.5334_39kl_r100 %
5334_39kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/15s; ISO 400
Canon EOS 50D

Ein paar Infos zur Art gibt es in einem meiner Pütt­berge- Berichte von vor zwei Jahren.

Ich hoffe, ich finde irgendwann auch endlich mal ein Männchen dieser Art. Leider fehlt mir das nämlich noch komplett in meinem Fundus. Wenn das allerdings so weiter geht, wie die letzten Tage, brauche ich mir da keine Gedanken machen. Wahrscheinlich entdecke ich gleich morgen eins im Laufgitter meines Sohnes :-)

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11.09.2012 - Kalender-Girl...

Nun habe ich es schon wieder einen ganzen Monat nicht geschafft in den Püttbergen zu fotografieren. Zum einen weil mich unser Familienzuwachs ziemlich in Beschlag nimmt, zum anderen weil ich fotografisch immer noch mit meinem neuen Springspinnen-Projekt beschäftigt bin.

Marpissa muscosa
Gattungssuche Marpissa muscosa - Rindenspringspinne ♀Springspinnengalerie
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Nr. 2012.5272_75kl_r100 %
5272_75kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/6s; ISO 400
Canon EOS 50D

Marpissa muscosa
Gattungssuche Marpissa muscosa - Rindenspringspinne ♀Springspinnengalerie
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Nr. 2012.5227_40kl_r100 %
5227_40kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/5.6 (DFF); 1/8s; ISO 400
Canon EOS 50D

Heute morgen konnte ich allerdings Letzteres mit den Berichten aus den Püttbergen verbinden, als meine Freundin in unserem Flur-Kalender ein riesiges Weibchen einer Rindenspringspinne entdeckte.

Zwar ist mir diese Allerwelts-Springspinne schon sehr häufig begegnet, jedoch habe ich gerade einmal ein paar Frontalaufnahmen von ihr, die aber auch schon 3 Jahre alt sind.

Da ich jedoch für mein Projekt möglichst Fotos aus allen Perspektiven benötige, kam mir die fast 1 cm große Spinnen-Oma ganz recht.

Marpissa muscosa
Gattungssuche Marpissa muscosa - Rindenspringspinne ♀Springspinnengalerie
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Nr. 2012.5211_19kl_r100 %
5211_19kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/5.6 (DFF); 1/6s; ISO 400
Canon EOS 50D

Die Rindenspringspinne ist eine unserer häufigsten und weitverbreitesten Salticiden. Ihr Vorkommen ist offenbar an Holz gebunden. Man trifft sie sowohl an Bäumen, vorzugsweise an Kiefern (an denen es in den Püttbergen bekanntlich nicht mangelt), als auch an Zäunen und auf Holzlagerplätzen.

Mit bis zu 1 cm Körpergröße ist die Art eine der größten einheimischen Springspinnen - durch ihre perfekte Tarnung auf ihrem Lieblingsuntergrund allerdings kaum zu entdecken, wenn sie sich nicht gerade bewegt. Ihre Wohngespinste legt sie unter der Rinde abgestorbener Bäume oder in Holzspalten an.

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06.08.2012 - Ein toller Fund...

...ist mir heute geglückt. Zwar hatte ich die Gelbe Mordfliege schon im vorigen Jahr vor der Linse - allerdings ist sie mir damals in der Schönower Heide begegnet und nicht in den Püttbergen.

Laphria flava
Gattungssuche Laphria flava - Gelbe Mordfliege ♀Raubfliegenprojekt
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Nr. 2012.3997_98bkl_r100 %
3997_98bkl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/5.6 (DFF); 1/40s; ISO 400
Canon EOS 50D

Laphria flava
Gattungssuche Laphria flava - Gelbe Mordfliege ♀Raubfliegenprojekt
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Nr. 2012.4028_30kl_r100 %
4028_30kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/8s; ISO 400
Canon EOS 50D

So war meine Freude groß diese wunderschön ge­färbte und vor allem riesige Raubfliege nun auch hier entdecken zu können - besonders, weil es sich dies­mal um ein Weibchen handelte, von dem mir noch Fotos für mein Raubfliegen-Projekt fehlten.

Wenn man dieser Raubfliege - und speziell den Weibchen der Art - in der Natur begegnet, könnte man dem Aussehen nach fast meinen, es handelt sich hier vielmehr um eine Hummel oder Biene als um eine Fliege.

Dieser Eindruck verstärkt sich im Übrigen noch, wenn man erst einmal das sehr intensive tiefe Brummen vernimmt, das die Tiere beim Fliegen von sich geben.

Laphria flava
Gattungssuche Laphria flava - Gelbe Mordfliege ♀Raubfliegenprojekt
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Nr. 2012.4064_67kl_r100 %
4064_67kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/10s; ISO 400
Canon EOS 50D

Ein paar weitere Infos zur Art sowie ein Foto vom Männchen gibt's im Bericht zu meinem Erstfund.

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05.08.2012 - Unverhofft...

Im Herbst vor zwei Jahren sind mir auf einer Wiese in den Püttbergen mehrere Gespinnste von Wespen­spinnen aufgefallen. Leider fand ich aber zu diesem Zeitpunkt keine lebenden Tiere mehr. Die Konkons dienen lediglich der Überwinterung der Jungspinnen, die noch vor dem Winter schlüpfen und darin auf die ersten warmen Frühlingstage warten.

So war ich das ganze letzte Jahr immer mal wieder auf dieser Wiese, in der Hoffnung, endlich eine dieser hübschen Radnetzspinnen vor meine Linse zu bekommen - jedoch jedes mal ohne Erfolg! In diesem Jahr habe ich die Suche gleich ganz sein gelassen.

Aber wie es meist so ist, wenn man nicht sucht, dann findet man. Und genauso erging es mir heute. Bei meiner Pirsch nach Raubfliegen stieß ich doch tatsäch­lich am Rande einer völlig anderen Wiese auf eine ganze Kolonie dieser schwarz-gelb gestreiften Schön­heiten und konnte dort mindestens zehn Exemplare beobachten, die allesamt ihre Netze in ein Gebüsch gebaut hatten.

Die Wespenspinne ist eine sehr wärmebedürftige Art und war in Deutschland vor einem halben Jahr­hundert noch sehr selten und in ihrer Verbreitung auf einige Wärmeinseln, wie zum Beispiel den Kaiser­stuhl, beschränkt. Bedingt durch die Klimaerwärmung hat sie sich aber inzwischen stark ausgebreitet und die Wahrscheinlich­keit steht nicht schlecht, sie auch im eignen Garten beobachten zu können.

Argiope bruennichi
Gattungssuche Argiope bruennichi - Wespenspinne ♀
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Nr. 2012.3904_07kl_r100 %
3904_07kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/5 (DFF); 1/640s; ISO 400
Canon EOS 50D
Argiope bruennichi
Gattungssuche Argiope bruennichi - Wespenspinne ♀
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Nr. 2012.3877_78kl_r100 %
3877_78kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/100s; ISO 400
Canon EOS 50D

Ihr bevorzugter Lebensraum sind sonnige, offene Standorte mit nicht allzu hoher Vegetation, die eine hohe Heuschreckendichte aufweisen - da die kleinen Hüpfer die Leibspeise der Spinne darstellen.

Die meisten Vertreter der Gattung Argiope weisen beim Netzbau eine Besonderheit gegenüber anderen Radnetzspinnen auf. Sie bauen in ihre Netze soge­nannte Stabilimente ein.

Dabei handelt es sich um zickzackförmige Spinnen­fäden, welche entweder kreisrund um das gesamt Netz führen oder einfach nur von seiner Mitte gerade nach außen. Die Funktion dieser Fäden ist bisher noch nicht geklärt - das sie aber lediglich zur Stabi­lisierung dienen, kann ausgeschlossen werden.

Die Paarung vollziehen die Spinnen im Hochsommer. Für das Männchen deckt sich dieser Zeitpunkt, wenn er nach der Kopulation nicht schnell genug verschwindet, dann auch meist mit seinem Lebensende - denn die Weibchen aller Argiope-Arten sind extrem kannibalistisch. Ich hoffe trotzdem, daß ich in den nächsten Tagen noch einen lebenden Wespenspinnenmann vor meine Linse bekomme. Jetzt, da ich weiß, wo ich suchen muß.

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05.08.2012 - Seltsam...

Nach meiner erfolgreichen fotografischen Komplettierung (Bild) aller drei bei uns heimischen Crioceris-Arten, wollte ich ja eigentlich jede Spargelpflanze wieder links liegen lassen.

Crioceris duodecimpunctata
Gattungssuche Crioceris duodecimpunctata - Zwölfpunkt-Spargelkäfer
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Nr. 2012.3842_43bkl_r100 %
3842_43bkl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/20s; ISO 400
Canon EOS 50D

Aber wenn man einmal damit angefangen hat, ist es echt schwer, nicht trotzdem nachzuschauen, welcher der kleinen bunten Käfer sich wohl gerade diesmal wieder an dem Wildgemüse gütlich tut.

Und was soll ich sagen, dabei habe ich doch tatsäch­lich einen Spargelkäfer entdeckt, den ich keiner der drei Arten zuordnen kann. Meine Idee, es könnte sich hier um eine Kreuzung zwischen dem Zwölfpunkt- und dem Großgefleckten Spargel­käfer handeln, hat sich allerdings nicht bestätigt.

Kreuzungen kann man, laut Christoph Benisch, wohl nahezu ausschließen, da die Genitalien der einzelnen Arten, wie bei den Spinnen auch, nach dem Schlüs­sel-Schloss-Prinzip funktionieren und so eine Paarung zwischen zwei Arten eigentlich nicht möglich ist.

Christoph war es dann auch, der mir mitteilte, daß es sich bei meinem Fund lediglich um eine seltene Farbvariation des Zwölfpunkt-Spargelkäfers handelt. Ich freue mich trotzdem über meine Entdeckung!

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02.08.2012 - Nicht schon wieder...

...eine Barbarossa-Fliege, dachte ich so bei mir, als ich auf der Suche nach einem anderen Motiv, ein ziemlich abgeflogenes Männchen, dieser hier im Moment wohl am häufigsten rumfliegenden Raubfliegenart, entdeckte. Trotzdem konnte ich natürlich nicht an ihm vorbeigehen ohne eine paar Fotos zu machen.

Eutolmus rufibarbis
Gattungssuche Eutolmus rufibarbis
Barbarossa-Fliege ♂
Raubfliegenprojekt
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Nr. 2012.3572_77kl_r100 %
3572_77kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/15s; ISO 400
Canon EOS 50D
Eutolmus rufibarbis
Gattungssuche Eutolmus rufibarbis
Barbarossa-Fliege ♂
Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2012.3522_29kl_r100 %
3522_29kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/8s; ISO 400
Canon EOS 50D
Eutolmus rufibarbis
Gattungssuche Eutolmus rufibarbis
Barbarossa-Fliege ♂
Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2012.3514_21kl_r100 %
3514_21kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/10s; ISO 400
Canon EOS 50D

Interessanter Weise war die Farbe seiner Flügel, im Gegensatz zu denen Männchen vom letzten Jahr, braun und damit genau so gefärbt, wie die von allen meiner bisher fotografierten Weibchen dieser Art.

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30.07.2012 - Ein schlafender Riese...

...in Form eines sehr großen schwarzen Bockkäfers ist mir heute bei einem kurzen Spaziergang begegnet. Mit seiner Körpergröße von über 4 cm habe ich ihn schon von weitem an seinem Kiefernzweig sitzen sehen.

Mir sind ja in meinem Leben schon eine Menge Insek­ten und davon auch etliche Käfer untergekommen, aber so einen Giganten hatte ich bis dato noch nie zu Gesicht bekommen. Wie sich herausstellte, handelte sich um einen Bock­käfer mit dem für mich sehr kurios klingenden Namen Sägebock.

Seinen Namen verdankt der Käfer den stark gesäg­ten Fühlern der männlichen Tiere. Bei den Weibchen ist dieses Merkmal weit weniger ausgeprägt, außer­dem sind deren Fühler auch viel dünner.

Die Art ist in Mitteleuropa weit verbreitet, jedoch trifft man häufig nur einzelne Tiere an. Der nachtaktive Käfer fliegt in den Monaten Juli und August und kann dann vor allem an künstlichen Lichtquellen in der Nähe von Wäldern beobachtet werden. Mein Exem­plar hatte sich wahrscheinlich nur einen etwas sehr auffälligen Schlafplatz gesucht - zu meinem Glück!

Wie viele größere Käfer, nimmt auch der Sägebock als fertiger Käfer keinerlei Nahrung mehr zu sich. In seinem drei Jahre andauernden Larvenstadium hin­gegen, ernährt er sich vom Holz diverser Baum­arten und ist dabei wohl nicht sehr wählerisch.

Am Anfang sitzen die Larven hauptsächlich im Baum­stamm, wandern dann aber immer mehr in Richtung Erdboden. Während dieser Zeit wachsen sie auf 6 cm an und häuten sich vierzehnmal bis sie sich dann im Wurzelholz verpuppen.

Interessant zu erwähnen wäre noch, das die Käfer durch das Aneinanderreiben von Hinterbeinen und Flügeldecken zirpende Geräusche erzeugen können.

Prionus coriarius
Gattungssuche Prionus coriarius - Sägebock
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Nr. 2012.3373_78bkl_r100 %
3373_78bkl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/15s; ISO 400
Canon EOS 50D

Während des gesamten halbstündigen Shootings hat sich mein Model im Übrigen nur wenige Millimeter bewegt und daß, obwohl ich für eine möglichst freie Sicht an sämtlichen Zweigen ringsumher herumgebogen habe. So einen festen Schlaf wünsche ich mir im Augenblick auch manchmal ;-)

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29.07.2012 - Die Punktzahl stimmt...

Nach meinem nun fast täglichem Abgrasen sämtlicher wilder Spargelpflanzen in den Püttbergen habe ich doch heute tatsächlich Erfolg gehabt und zwischen den dutzenden von Großgefleckten Spargelkäfern, für die meine Augen ja, nach meinem Faupax von letzter Woche, inzwischen geschärft ist, dann doch noch einen Zwölfpunkt-Spargelkäfer erspäht, dem meine Suche galt.

Crioceris duodecimpunctata
Gattungssuche Crioceris duodecimpunctata - Zwölfpunkt-Spargelkäfer
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Nr. 2012.3322_27ckl_r100 %
3322_27ckl_r
Bild nicht gefunden.

Vieleicht ist im Moment einfach nur die falsche Zeit und die zweite Jahres-Generation läßt hier noch etwas auf sich warten, während sie beim Großge­fleckten Spargelkäfer schon am Start ist.

Crioceris duodecimpunctata
Gattungssuche Crioceris duodecimpunctata - Zwölfpunkt-Spargelkäfer
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Nr. 2012.3297_302kl_r100 %
3297_302kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/10s; ISO 400
Canon EOS 50D

Allerdings hätte ich nicht gedacht, daß das so schwierig sein kann, denn soweit ich weiß, ist dieser hübsche Käfer viel häufiger als sein ebenfalls orange gefärbter Kamerad mit den zwei Punkten mehr.

Crioceris duodecimpunctata
Gattungssuche Crioceris duodecimpunctata - Zwölfpunkt-Spargelkäfer
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Nr. 2012.3345_50kl_r100 %
3345_50kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/15s; ISO 400
Canon EOS 50D

Der Zwölfpunkt-Spargelkäfer kommt in ganz Europa bis auf die Skandinavische Halbinsel vor und gilt zusam­men mit dem Spargelhähnchen überall als einer der häufigsten Schädlinge in Spargelkulturen. Auch in Nord­amerika wurde er schon im 19. Jahrhundert eingeschleppt und wird dort, wie auch hier, rigeros bekämpft.

Damit ist das Trio (Bild) nun endlich komplett!

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27.07.2012 - Wieder kein Männchen...

Schon seit letztem Jahr bin ich auf der Suche nach einem männlichen Exemplar der Schlichten Raubfliege - leider bisher ohne Erfolg. Auch heute flog mir lediglich wieder nur ein Weibchen der Art vor die Linse. Da die Hübsche aber so schön für mich posierte, kam ich nicht umhin, trotzdem ein paar Fotos von ihr zu machen.

Machimus rusticus
Gattungssuche Machimus rusticus - Schlichte Raubfliege ♀Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2012.3115_18kl_r100 %
3115_18kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/8s; ISO 400
Canon EOS 50D

Machimus rusticus
Gattungssuche Machimus rusticus - Schlichte Raubfliege ♀Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2012.3097_101kl_r100 %
3097_101kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/13s; ISO 400
Canon EOS 50D
Machimus rusticus
Gattungssuche Machimus rusticus - Schlichte Raubfliege ♀Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2012.3110_14kl_r100 %
3110_14kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/13s; ISO 400
Canon EOS 50D

Machimus rusticus
Gattungssuche Machimus rusticus - Schlichte Raubfliege ♀Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2012.3130_32kl_r100 %
3130_32kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/13s; ISO 400
Canon EOS 50D

Infos zur Art gibt es, wie immer bei einem erneuten Fund, im Bericht vom letztem Jahr.

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23.07.2012 - Zwei Räuber...

...in unmittelbarer Nachbarschaft enthält meine heutige Erfolgsbilanz.

Beim ersten handelt es sich sogar um einen Erstfund für mich und zwar um einen, nach dem ich schon länger gesucht habe. Die Rede ist von einer männlichen Striemen-Raubfliege, dessen Weibchen ich im Rahmen meines Raubfliegen-Projektes bereits im letzten Jahr fotografieren konnte.

Neomochtherus pallipes
Gattungssuche Neomochtherus pallipes - Striemen-Raubfliege ♂Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2012.2904_07kl_r100 %
2904_07kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/10s; ISO 400
Canon EOS 50D
Neomochtherus pallipes
Gattungssuche Neomochtherus pallipes - Striemen-Raubfliege ♂Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2012.2919_21kl_r100 %
2919_21kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/10s; ISO 400
Canon EOS 50D

Ein paar Infos zur Art gibt es im Bericht vom letztem Jahr.

Bei meinem zweiten Fund war ich zunächst etwas unsicher was die Bestimmung betrifft, da die Fliege zwar in ihrem Erscheinungsbild wie eine Östliche Raubfliege aussah, aber von der Größe her zirka 1 cm kleiner war, als die Exemplare, die ich hier sonst immer so herumfliegen sehe.

Machimus gonatistes
Gattungssuche Machimus gonatistes
Östliche Raubfliege ♀
Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2012.2950_54kl_r100 %
2950_54kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/6.3 (DFF); 1/10s; ISO 200
Canon EOS 50D
Machimus gonatistes
Gattungssuche Machimus gonatistes
Östliche Raubfliege ♀
Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2012.3019_22kl_r100 %
3019_22kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/13s; ISO 400
Canon EOS 50D
Machimus gonatistes
Gattungssuche Machimus gonatistes
Östliche Raubfliege ♀
Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2012.2955_57100 %
2955_57
Keine Infos in EXIF.100mm; F/6.3 (DFF); 1/10s; ISO 200
Canon EOS 50D

Nach eingehender Bestimmungsliteratur-Recherche kann es aber eigentlich keine andere Art sein. Es han­delte sich hier also nur um ein äußerst kleinwüchsiges Exemplar dieser ansonsten fast 3 cm groß werdenden Raubfliegenart.

Auch hier sind einige Infos zu dieser in Deutschland äußerst seltenen Art im Bericht von 2011 zu finden.

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22.07.2012 - Spiel mit dem Licht...

Obwohl ich die Trockenrasen-Grüneule schon vor 2 Jahren vor meiner Kamera hatte, konnte ich heute morgen nicht an dieser blassgrünen Schönheit vorbeigehen, ohne einige Bilder davon zu machen. Ich nutzte die Gelegenheit für ein paar Spielereien mit dem Licht, der gerade über die Baumwipfel schielenden Sonne.

Calamia tridens
Gattungssuche Calamia tridens
Trockenrasen-Grüneule
X
Nr. 2012.2778_83kl_r100 %
2778_83kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/11 (DFF); 1/40s; ISO 400
Canon EOS 50D
Calamia tridens
Gattungssuche Calamia tridens
Trockenrasen-Grüneule
X
Nr. 2012.2815_18kl_r100 %
2815_18kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/20 (DFF); 1/20s; ISO 400
Canon EOS 50D
Calamia tridens
Gattungssuche Calamia tridens
Trockenrasen-Grüneule
X
Nr. 2012.2833_35kl_r100 %
2833_35kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/11 (DFF); 1/20s; ISO 200
Canon EOS 50D

Ein paar Infos zur Art gibt es im Bericht von 2010.

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20.07.2012 - Und ewig lockt der Spargel...

Seit ich während meines letzten Aufenthaltes in der Oberlausitz die Entwicklung des Gemeinen Spargel­hähnchens dokumentieren konnte, kann ich an keiner Spargelpflanze mehr vorbeilaufen, ohne mir diese etwas genauer anzusehen - immer auf der Suche nach einem weiteren Vertreter aus der Gattung Crioceris.

Und wo werde ich am Ende fündig? Genau! In meinen heißgeliebten Püttbergen!

Crioceris quatuordecimpunctata
Gattungssuche Crioceris quatuordecimpunctata - Großgefleckter Spargelkäfer
X
Nr. 2012.2545_47kl_r100 %
2545_47kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/20s; ISO 400
Canon EOS 50D

Und eben diesen meinte ich auch vor meiner Linse gehabt zu haben - zumindest bis zu dem Zeitpunkt als ich diesen Text hier anfing zu schreiben. Beim recherchieren erkannte ich dann meinen Irrtum.

Tatsächlich handelt es sich bei meinem heutigen Fund um den Großgefleckten Spargelkäfer, einem weiteren Vertreter dieser Gatttung, der dem Gemeinen Spargelkäfer zwar zum Verwechseln ähn­lich sieht - aber eben doch nicht ganz gleicht.

Da sitzen doch tatsächlich auf einer der wilden Spargelpflanzen, von denen es hier ein paar in den Randzonen der offenen Sandflächen gibt, ein halbes Dutzend des Objektes meiner Begierde.

Nur war es gar nicht die Art, auf die ich vorbereitet war. Eigentlich kannte ich bisher, außer dem bereits oben erwähnten Spargelhähnchen, nämlich nur noch den Gemeinen Spargelkäfer, der auf der Liste der Spargelschädlinge gleich hinter diesem den zweiten Platz einnimmt, aber nicht ganz so häufig ist.

Crioceris quatuordecimpunctata
Gattungssuche Crioceris quatuordecimpunctata - Großgefleckter Spargelkäfer
X
Nr. 2012.2560_63kl_r100 %
2560_63kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/15s; ISO 400
Canon EOS 50D

Mit Hilfe der lateinischen Namen der Käfer kann man den Unterschied dann auch leicht erkennen - voraus­gesetzt man ist des Zählens mächtig. Mein Kandidat hat nämlich genau zwei Punkte mehr auf seinem wunderschön orange gefärbten Flügeldecken als seine zwölfpunktige Verwandschaft.

Und ich hatte mich schon gefreut, nicht weiter jede Spargelpflanze näher untersuchen zu müssen, an der ich vorbei­komme. Aber ich bin sehr zuversichtlich, daß die Suche nicht mehr allzu lange dauern wird :-)

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16.07.2012 - Oft gesehen...

...aber immer ignoriert, habe ich in den letzten Jahren einige bei uns häufige Springspinnen-Arten, weil ich der Meinung war, daß ich sie sowieso jederzeit mal wieder finde.

Da ich aber nun an meinem neuen Projekt arbeite, das irgendwann mal möglichst viele europäischen Springspinnen in qualitativ sehr hochwertigen Fotos zeigen soll, habe ich beschlossen mich nun auch mal diesen häufigen Arten zu widmen. Den Anfang macht ein Sitticus pubescens - Männchen, welches heute morgen an unserer Hauswand herumkraxelte.

Sitticus pubescens
Gattungssuche Sitticus pubescens - Vierpunktspringspinne ♂Springspinnengalerie
X
Nr. 2012.2349bkl_r100 %
2349bkl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8; 1/13s; ISO 400
Canon EOS 50D

Sitticus pubescens
Gattungssuche Sitticus pubescens - Vierpunktspringspinne ♂Springspinnengalerie
X
Nr. 2012.2270_75kl_r100 %
2270_75kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 50D

Dies ist auch der Lebensraum, in dem man diesem Synanthropen hauptsächlich begegnet. Als wärmelie­bende Art, die in freier Natur sonnige und warme Felsen bevorzugt, hat sie sich inzwischen perfekt dem menschlichen Siedlungsbereich angepaßt. Man trifft sie vor allem an Hauswänden, an Zäunen, aber auch in unseren Wohnungen selbst.

Das Verbreitungsgebiet der nur 4-5 mm großen Springspinne dehnt sich von Europa über Rußland bis in die USA aus.

Sitticus pubescens
Gattungssuche Sitticus pubescens - Vierpunktspringspinne ♂Springspinnengalerie
X
Nr. 2012.2245_51kl_r100 %
2245_51kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 50D

Mal sehen, wie lange es dauert, bis mir das Weibchen über den Weg läuft? Aber wenn man darauf wartet...

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12.07.2012 - Seit langem...

...habe ich es heute morgen mal wieder geschafft, einen kleinen Spaziergang zu machen.

Mein erster Fund war ein Weibchen der Barbarossa-Fliege. Das hat mich insofern sehr gefreut, da ich diese zwar schon im letzten Jahr im Rahmen meines Raubfliegen-Projektes habe ablichten können, aber damals irgendwie vergaß eine Draufsicht zu fotografieren.

Eutolmus rufibarbis
Gattungssuche Eutolmus rufibarbis
Barbarossa-Fliege ♀
Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2012.1820_27bkl_r100 %
1820_27bkl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/20s; ISO 400
Canon EOS 50D
Eutolmus rufibarbis
Gattungssuche Eutolmus rufibarbis
Barbarossa-Fliege ♀
Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2012.1809_11kl_r100 %
1809_11kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/20s; ISO 400
Canon EOS 50D
Eutolmus rufibarbis
Gattungssuche Eutolmus rufibarbis
Barbarossa-Fliege ♀
Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2012.1799_803kl_r100 %
1799_803kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/5.6 (DFF); 1/80s; ISO 400
Canon EOS 50D

Das habe ich nun nachgeholt, konnte aber natürlich nicht widerstehen auch den Rest dieser hübschen Raubfliege entsprechend in Szene zu setzen. Ein paar Infos zur Art und weitere Fotos gibt es in den Berichten vom 01.07. und 15.07. letzten Jahres.

Auch meinem zweiten Fund bin ich im letzten Jahr schon einmal begegnet, allerdings in Form seiner Raupe. Umso mehr war ich natürlich begeistert, nun auch einmal den fertigen Schmetterling bewundern zu dürfen. Die Rede ist vom Wermut-Mönch, einem Nachtfalter aus der Famlie der Eulen-Falter.

Cucullia absinthii
Gattungssuche Cucullia absinthii - Wermut-Mönch
X
Nr. 2012.1753_56kl_r100 %
1753_56kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/25s; ISO 400
Canon EOS 50D
Cucullia absinthii
Gattungssuche Cucullia absinthii - Wermut-Mönch
X
Nr. 2012.1728_30bkl_r100 %
1728_30bkl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/20s; ISO 400
Canon EOS 50D

Im Gegensatz zu seiner Raupe kann man am Falter im Übrigen auch erst erkennen, warum die Gattung überhaupt den Namen "Mönch" trägt. Der kapuzenartige Kopfschmuck ist aber auch ein echter Hingucker.

Auch hier gibt es ein paar Infos zur Art im Bericht vom letzten Jahr.

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28.06.2012 - Schabi Alonso...

...habe ich meinen heutigen Fund aus Anlaß des Sieges der spanischen Fußball-Nationalmannschaft über Portugal beim EM-Halbfinale am gestrigen Abend genannt. Ich lach mich immmer noch darüber schlapp...

Der richtige Name dieses kleinen Prachtkerls, der mir da auf einem Veilchenblatt vor die Linse gekrabbelt kam, ist allerdings Ectobius lapponicus - zu deutsch Lappländische Schabe.

Die Art ist eine von lediglich 12 in Mitteleuropa vor­kommenden Schabenarten, im Gegensatz zu den bekannten und viel größeren Vertretern dieses Dutzends aber nicht in menschlichen Behausungen seßhaft.

Vielmehr bevorzugt die maximal 15 mm groß wer­dende Schabe Waldränder als ihren Le­bensraum, wo sie auf Bäumen, Sträuchern und Gräsern ständig nach Nahrung auf der Suche ist. Interessanterweise halten sich die Weibchen dabei eher in Bodennähe auf, während die Herren der Schöpfung auch mal in den oberen Etagen zu finden sind.

Ectobius lapponicus
Gattungssuche Ectobius lapponicus - Lappländische Schabe ♀
X
Nr. 2012.1327kl_r100 %
1327kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8; 1/8s; ISO 400
Canon EOS 50D

Von ihrer sehr ähnlichen Schwesternart Ectobius silvestris, der Gemeinen Waldschabe, unterscheidet sie sich durch die Färbung ihres Halsschildes und die Länge der Deckflügel bei den Weibchen. Eine Schabe im Wald ist im Übrigen gleich weit weniger ekelig als eine in der Küche :-)

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22.06.2012 - Durstig...

...war dieses Phlegra fasciata - Männchen scheinbar. Denn als ich schon fast am verzweifeln war, weil der Gute überhaupt nicht einmal innehalten wollte, damit ich ein paar Fotos von ihm machen konnte, setzte er sich plötzlich ganz ruhig auf ein vom nächtlichen Regen völlig durchnässtes Stück Moos und sättigte an diesem seinen Durst. Ich nutzte die Gelegenheit natürlich sofort für ein ausgiebiges Shooting.

Phlegra fasciata
Gattungssuche Phlegra fasciata - Springspinne ♂Springspinnengalerie
X
Nr. 2012.1037_42kl_r100 %
1037_42kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/5s; ISO 400
Canon EOS 50D

Phlegra fasciata
Gattungssuche Phlegra fasciata - Springspinne ♂Springspinnengalerie
X
Nr. 2012.1109_14kl_r100 %
1109_14kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/2s; ISO 400
Canon EOS 50D

Leider erwieß sich das Moos dafür als ziemlich anspruchsvolle Um­gebung. Denn bei diesen Maß­stäben wird aus einem augenscheinlich glatten Polster auf einmal ein wider­spenstiges Etwas mit vielen "Ästchen", die einem ständig die Sicht versperren.

Phlegra fasciata
Gattungssuche Phlegra fasciata - Springspinne ♂Springspinnengalerie
X
Nr. 2012.1054_57bkl_r100 %
1054_57bkl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 50D

Diese sich fast ausschließlich am Boden aufhaltende Springspinnenart bevorzugt besonders sandige oder kiesige Gebiete mit vielen vegetationsfreien Stellen. Die offenen Sandflächen der Püttberge bie­ten ihr da natürlich einen perfekten Lebens­raum.

Außer hier im Flachland kann man dieser Spinne in Mitteleuropa aber auch in den gebirgigeren Regio­nen be­gegnen. Sie ist überall recht häufig, wird jedoch, auf­grund ihres unscheinbaren Äußeren, recht selten wahrgenommen.

Die Männchen werden maximal 6 mm groß und sind im Gegensatz zu den kontrastreich gestreiften Weib­chen (Bild) einfarbig dunkelbraun gefärbt.

Wie man sieht, braucht es allerdings nur einen geeigneten Maßstab und das passende Licht, und schon erkennt man, daß auch die Herren der Schöpfung visuell durchaus zu überzeugen wissen...

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11.06.2012 - Schaum...

Dieses Jahr wollte ich eigentlich verstärkt nach Zikaden Ausschau halten und hatte mich zu diesem Zweck schon mit entsprechender Literatur eingedeckt. Bis auf meinen Fund im März hatte ich allerdings bisher wenig Erfolg in der Hinsicht. Eigentlich ist das aber auch kein Wunder, denn zumindest bei uns in Mittel­europa sind die meisten Vertreter dieser Insekten-Familie entweder sehr winzig oder ziemlich unauffällig.

Aphrophora corticea
Gattungssuche Aphrophora corticea - Kiefernschaumzikade
X
Nr. 2012.0310_12kl_r100 %
0310_12kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/7.1 (DFF); 1/20s; ISO 400
Canon EOS 50D

Viel eher endeckt man eigentlich die Schaumgebilde an Gräsern und krautigen Pflanzen, denen diese Zikaden-Unterfamilie ihren Namen verdankt. Der so­genannte Kuckucksspeichel wird von den Larven der Insekten erzeugt und umhüllt diese als Schutz vor Freßfeinden.

Zu der zweiten Sorte gehören auch alle heimischen Schaumzikaden, die zwar in den meisten Fällen mit bis zu 1 cm Körpergröße zu den "Giganten" der mit­teleuropäischen Zikaden-Fauna gehören, jedoch fast ausnahmslos unscheinbar bräunlich gefärbt sind.

Aphrophora corticea
Gattungssuche Aphrophora corticea - Kiefernschaumzikade
X
Nr. 2012.0326_28kl_r100 %
0326_28kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/15s; ISO 400
Canon EOS 50D

Meinem heutigen Fund, einer Kiefernschaumzikade, hat ihre perfekte Tarnung allerdings nicht genutzt - ich habe sie trotzdem in Mitten der ganzen Kiefernnadeln entdeckt. Und von Nahem betrachtet, sieht die Kleine dann auch gar nicht mehr so unscheinbar aus, oder?

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10.06.2012 - Spinnenliebe...

Auf der selben Trockenwiese, auf der ich schon im März ein junges Weibchen einer Laufspinne aus der Gattung Tibellus beim Lauern auf Beute beobachten konnte, durfte ich heute Zeuge einer Paarung dieser Spinnenart werden.

Sehr interessant dabei zu beobachten war, wie "zärtlich" das Männchen sich seine Partnerin permanent zurechtrückte, während sie das ganze minutenlange "Spiel", ohne auch nur eine Regung zu zeigen, über sich ergehen ließ.

Leider hinderte mich die ständige Bewegung des Männchens aber auch eine passende Perspektive zu finden, in der auch nur 8 der 16 Beine oder wenigstens ein paar Augen in akzeptabler Schärfe zusammen auf meinem Chip hätten landen können.

Tibellus cf. oblongus
Gattungssuche Tibellus cf. oblongus - Laufspinne
X
Nr. 2012.0213kl_r100 %
0213kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/11; 1/100s; ISO 400
Canon EOS 50D
Tibellus cf. oblongus
Gattungssuche Tibellus cf. oblongus - Laufspinne
X
Nr. 2012.0260kl_r100 %
0260kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8; 1/200s; ISO 400
Canon EOS 50D

Dafür gaben die beiden dann aber nach ihrem Akt ein umso entspannteres Fotomotiv ab ;-)

Ein paar Infos zur Spinne und eine Erläuterung, warum man die Art anhand eines Fotos nicht ganz eindeutig als Tibellus oblongus bestimmen kann, gibt es in meinem Bericht vom März.

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09.06.2012 - Habicht Teil II ...

Nachdem ich vor ein paar Tagen schon eine Habichts­fliege habe fotografieren können, flog mir heute gleich wieder ein ähnliches Exemplar vor meine Linse. Ganz gleich sah sie für mich als Laien allerdings nicht aus.

In der Hoffnung ich hätte eine weitere Art der Gat­tung Dioctria in den Püttbergen gesichtet, habe ich die kleine Raubfliege, so geduldig wie sie war, natür­lich gleich aus­giebig von allen Seiten abgelichtet.

Als Bestimmungsmerkmal wird bei dieser Gattung unter anderem die weiße Bestäubung der Körper­seiten herangezogen. Der bei meinem Fund nicht ganz geschlossene weiße Ring an dieser Stelle ließ mich zumin­dest auf eine andere Art hoffen, obwohl der Rest dieses Mini-Räubers für mich schon wieder ziemlich nach Dioctria hyalipennis aussah.

Der deutsche Raubfliegen-Experte Danny Wolff hat dann meine Vermutung auch bestätigt und das Tier einwandfrei als die Gemeine Habichtsfliege identi­fiziert. Das letzte Teilstück des Rings über den Mittel­hüften kann wohl bei dieser Art etwas variieren.

   
Dioctria hyalipennis
Gattungssuche Dioctria hyalipennis - Gemeine Habichtsfliege ♂Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2012.0023_25kl_r100 %
0023_25kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/13s; ISO 400
Canon EOS 50D
Dioctria hyalipennis
Gattungssuche Dioctria hyalipennis
Gemeine Habichtsfliege ♂
Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2012.0051_55kl_r100 %
0051_55kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/11 (DFF); 1/4s; ISO 400
Canon EOS 50D
Dioctria hyalipennis
Gattungssuche Dioctria hyalipennis
Gemeine Habichtsfliege ♂
Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2012.0010_15kl_r100 %
0010_15kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/5s; ISO 400
Canon EOS 50D
Dioctria hyalipennis
Gattungssuche Dioctria hyalipennis
Gemeine Habichtsfliege ♂
Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2012.0045_48kl_r100 %
0045_48kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/11 (DFF); 1/6s; ISO 400
Canon EOS 50D

Ein bißchen schade ist das zwar, aber so sind wenigstens noch ein paar schöne Fotos der Art entstanden, die ich vielleicht nicht gemacht hätte, wenn ich schon vorher gewußt hätte, um was es sich hier handelt.

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03.06.2012 - Wie die Zeit vergeht...

Aufgrund eines anderen fotografischen Projektes bin ich den ganzen Mai leider nicht zum Fotografieren in den Püttbergen gekommen. Heute habe ich mich dann aber doch mal dazu gezwungen und wenigstens einen kleinen Rundgang gemacht.

Dioctria hyalipennis
Gattungssuche Dioctria hyalipennis - Gemeine Habichtsfliege ♂Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2012.9735bkl_r100 %
9735bkl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/11; 1/10s; ISO 400
Canon EOS 50D

Die häufigste unserer einheimischen Habichtsfliegen ist hinsichtlich der Wahl ihres Lebensraums recht anspruchslos - lediglich eine Vorliebe für Waldränder scheint sie zu besitzen. Außer in Europa ist die Art aber auch in Asien und sogar in Nordamerika verbreitet.

Wie viele andere Raubfliegen, ernährt sich auch diese bis zu 13 mm große Fliege räuberisch. Haupt­sächlich erbeutet sie dabei während des Fluges andere Insekten.

Die Natur ist in diesem einem Monat förmlich explo­diert! Wegen meines Zeitmangels bin ich allerdings nur ein paar wenige hundert Meter gegangen. Mehr bedurfte es jedoch auch nicht, um ein geeignetes Motiv zu finden.

An einem ausgedörrten Flockenblumenblütenstand vom letzten Jahr hatte es sich das Männchen einer Gemeinen Habichtsfliege gemütlich gemacht und wartete darauf, daß die ersten Strahlen der warmen Morgensonne seinen Körper aufheizen.

Dioctria hyalipennis
Gattungssuche Dioctria hyalipennis - Gemeine Habichtsfliege ♂Raubfliegenprojekt
X
Nr. 2012.9758_61kl_r100 %
9758_61kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/40s; ISO 400
Canon EOS 50D

Damit ist es wieder eine Raubfliege weniger auf meiner Liste und eine mehr in meinem Projekt :-)

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06.05.2012 - Es grünt so grün...

Eigentlich war ich heute auf der Suche nach einer dieser hübschen Schnepfenfliegen, die mir in den letzten Tagen immer einmal wieder über den Weg flogen - aufgrund der kühlen Witterung aber leider ohne Erfolg.

Während ich meine Blicke so über die Blätter der kleineren Gehölze am Wegesrand schweifen ließ, die sich gerade noch so in Kopfhöhe befanden, entdeckte ich stattdessen aber ein nicht minder attraktives Foto­motiv in Form eines Weibchens einer Grünbraunen Krabbenspinne. Sie war gerade dabei sich zu putzen.

Die Art ist in Deutschland weit verbreitet und eine unserer häufigsten heimischen Krabbenspinnen. Ihr Lebensraum sind vor allem Laubwälder und deren Ränder. Man findet sie dort auf Bäumen und Sträu­chern - seltener mal in der Krautschicht.

Aufgrund ihrer nahezu perfekten Tarnung wird sie jedoch wohl meistens übersehen, auch wenn sie wahrscheinlich nahzu überall anzutreffen ist.

Diaea dorsata
Gattungssuche Diaea dorsata - Grünbraune Krabbenspinne
X
Nr. 2012.7181_84dkl_r100 %
7181_84dkl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/7.1 (DFF); 1/25s; ISO 200
Canon EOS 50D
Diaea dorsata
Gattungssuche Diaea dorsata - Grünbraune Krabbenspinne
X
Nr. 2012.7167kl_r100 %
7167kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8; 1/15s; ISO 200
Canon EOS 50D

Vor meinem geschulten Auge konnte sie sich jedenfalls nicht verstecken ;-)

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04.05.2012 - Ausgestorben...

Mein heutiger Fund freut mich ganz besonders, auch wenn die Fotos, aufgrund des sehr ungeduldigen Motivs, eher suboptimal ausgefallen sind und am Ende sogar nur eins mehr oder weniger herzeigbar ist.

Der Grund für meine Freude ist die Seltenheit der Art. Laut aktueller Roter Liste aus dem Jahre 2005 gilt diese nämlich im Land Berlin momentan als aus­gestorben.

Die Rede ist vom Dottergelben Flechtenbärchen - einem Nachtfalter aus der Unterfamilie der Bären­spinner. Die Falter sind zwar überall in Mitteleuropa weit verbreitet, jedoch aufgrund der hohen Ansprü­che an ihren Lebensraum inzwischen vieler­orts recht selten geworden.

Sie bevorzugen warme und lichte Ränder von Laub­mischwäldern, sind dabei aber zusätzlich auf das Vorkommen verschiedener baumbesiedelnder Flech­tenarten angewiesen, von denen sich die Rau­pen der Schmetterlinge ernähren.

Da viele Flechten im Allgemeinen jedoch als relativ anspruchsvoll gelten und insbesondere auf Luftver­schmutzung sehr sensibel reagieren, sind sie vielerorts selten geworden. Gleiches gilt des­halb auch für die meisten Arten, deren Nahrungsgrund­lage sie darstellen.

Die Falter können eine Flügelspannweite von bis zu 3 cm erreichen und sind durch ihre kräftige gelbe Färbung recht auffällig. Sie fliegen in den Monaten Mai und Juni, weshalb der Falter auch Frühlings-Flechtenbär genannt wird.

Raupen der Art findet man ab Juli bis in den Septem­ber hinein - dann verpuppen sie sich in einem bräunlichen Gespinnst und überwin­tern, um im fol­genden Frühjahr als fertiger Schmetterling daraus zu schlüpfen.

Eilema sororcula
Gattungssuche Eilema sororcula - Dottergelbes Flechtenbärchen
X
Nr. 2012.7052ckl_r100 %
7052ckl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/7.1; 1/13s; ISO 200
Canon EOS 50D

Vielleicht erhasche ich ja im Spätsommer auch noch eine Foto der hübschen und ziemlich haarigen Raupe des Falters. Ich werde einfach mal verstärkt auf flechtenbewachsenen Ästen nach ihnen Ausschau halten.

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29.04.2012 - Schon wieder...

Eigentlich hoffte ich diesmal einer anderen Krabbenspinnenart begegnet zu sein, als ich dieses hübsch gefärbte Exemplar auf einer vertrockneten Grasnelkenblüte erspähte, wie es gerade auf Beute lauerte.

Doch leider war es wieder "nur" Xysticus audax - diesmal allerdings ein Weibchen.

Xysticus audax
Gattungssuche Xysticus audax - Krabbenspinne ♀
X
Nr. 2012.6884kl_r100 %
6884kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8; 1/15s; ISO 200
Canon EOS 50D
Xysticus audax
Gattungssuche Xysticus audax - Krabbenspinne ♀
X
Nr. 2012.6844bkl_r100 %
6844bkl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8; 1/20s; ISO 200
Canon EOS 50D


Xysticus audax
Gattungssuche Xysticus audax - Krabbenspinne ♀
X
Nr. 2012.6863_67kl_r100 %
6863_67kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/13s; ISO 200
Canon EOS 50D

Deshalb erspare ich mir auch jegliche Infos zur Art - die findet man hier und hier - und zeige nur die Fotos.

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29.04.2012 - Farbenfroher Neophyt...

Schon seit einigen Tagen blüht an mehreren eher halbschattigeren und etwas feuchteren Stellen der Püttberge eine bis einen Meter hohe Pflanze mit auffälligen lila gefärbten Blüten.

Es handelt sich hierbei um einen Vertreter aus der großen Familie der Kreuzblütengewächse - das Einjährige Silberblatt.

Seine Heimat ist ursprünglich der südeuropäische Raum. Als typische Zierpflanze alter Bauerngärten hat die Art allerdings inzwischen auch den Weg, mittels der Verbreitung über ihre Samen, in unsere "wilde" Natur gefunden und befindet sich momen­tan weiter in Ausbreitung.

Sie wird in Deutschland deshalb auch als Neophyt geführt. Jedoch ist sie weit weniger invasiv als viele andere Arten, die durch ihre zunehmende Verbrei­tung sogar einhei­mische Arten verdrängen.

In Berlin ist das Einjährige Silberblatt bereits vieler­orts fester Bestandteil der Pflanzengesell­schaften und zum Beispiel als bunter Farbtupfer von den Böschungen der S-Bahn-Linien schon gar nicht mehr wegzudenken.

Ihren Namen trägt die Pflanze aber nicht aufgrund der hübschen Blüten, sondern wegen ihrer nicht weniger auffallenden silberfarbenen tellerförmigen Samenschoten, die man noch bis tief in den Winter an den vertrockneten Pflanzen bewundern kann und aufgrund derer die Art sicherlich vor langer Zeit Einzug in unsere Gärten gehalten hat.

Wenn ich es nicht vergesse, werde ich im Herbst einfach mal versuchen auch die hübschen Samen­stände der Pflanze entsprechend foto­grafisch in Szene zu setzen.

Lunaria annua
Gattungssuche Lunaria annua - Einjähriges Silberblatt
X
Nr. 2012.6830_34bkl_r100 %
6830_34bkl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/5 (DFF); 1/250s; ISO 400
Canon EOS 50D
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24.04.2012 - Lang ersehnt...

Nachdem ich in den Püttbergen vor zwei Jahren die Raupe eines Wolfsmilchschwärmers beobachten konnte, habe ich den ganzen vergangenen Sommer nach einem Falter Ausschau gehalten - leider ohne Erfolg.

Vielleicht hätte ich ja aber nur nicht danach suchen dür­fen. Denn heute - ich hatte schon überhaupt nicht mehr daran gedacht - saß er dann auf einmal wie aus dem Nichts einfach so vor mir!

Während eines kurzen abendlichen Spaziergangs fiel mir im Augenwinkel inmitten eines Grüppchens von Zypressen-Wolfsmilch ein ziemlich buntes dickes Et­was auf. Natürlich ahnte ich sofort, was ich da vor mir hatte und brauchte nur eine Sekunde um mir meinen Fund aus der Nähe zu betrachten.

Vor mir saß tatsächlich ein wunderschönes Exemplar eines Wolfsmilchschwärmers. So völlig unbeschä­digt wie er aussah, war er vermutlich erst vor kur­zem geschlüpft - vielleicht direkt unter dieser Wolfs­milchpflanze, an der er nun hing.

Seine Raupe hatte sich möglicherweise im letzten Herbst, nachdem sie sich dick und rund gefressen hatte, direkt unter ihrer Futterpflanze eingegraben und an dieser Stelle überwintert.

Hyles euphorbiae
Gattungssuche Hyles euphorbiae - Wolfsmilchschwärmer
X
Nr. 2012.6761b2kl_r100 %
6761b2kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/5.6; 1/160s; ISO 400
Canon EOS 50D

Ein wenig zeitig war der kleine allerdings schon dran, denn die Falter schlüpfen laut meinen Informationen eigentlich erst ab Mitte Mai. Mir sollte es jedoch recht sein :-) Und weil die Dämmerung noch nicht begonnen hatte, blieb der nachtaktive Falter auch ganz ruhig sitzen und gewährte mir so ein paar Fotos von ihm.

Hyles euphorbiae
Gattungssuche Hyles euphorbiae - Wolfsmilchschwärmer
X
Nr. 2012.6759ckl_r100 %
6759ckl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/7.1; 1/100s; ISO 400
Canon EOS 50D
Hyles euphorbiae
Gattungssuche Hyles euphorbiae - Wolfsmilchschwärmer
X
Nr. 2012.6745d2kl_r100 %
6745d2kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/5; 1/400s; ISO 400
Canon EOS 50D

Ich denke auch nicht, daß er sich gestört fühlte, denn Wolfsmilchschwärmer zeigen bei Beunruhigung an­sonsten ein sehr interessantes Abwehrverhalten. Sie drohen ihrem Gegenüber, indem sie den Hinter­leib nach unten krümmen und ihre Flügel weit auseinander spreizen. Beides konnte ich so nicht beobachten.

Viele weitere Infos zu dieser bei uns nicht sehr häufigen Schwärmerart gibt es in meinem Bericht zur Raupe.

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21.04.2012 - Ein hübscher Schmarotzer...

Schon im vorigen Jahr konnte ich mit Sphecodes albilabris eine Bienenart beobachten, die als sogenannter "Kuckuck" ihre Eier in die Nester anderer artfremder Bienen legt, damit sich deren Larven dann dort statt denen der eigentlichen Wirtsbiene vom angelegten Nektar- und Pollenvorrat ernähren.

Nomada lathburiana
Gattungssuche Nomada lathburiana - Rothaarige Wespenbiene
X
Nr. 2012.6687kl_r100 %
6687kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/5.6; 1/125s; ISO 200
Canon EOS 50D

Die meisten dieser Kuckucksbienen haben sich dabei auf einen Wirt spezialisiert. Bei oben genannter Art ist das zum Beispiel die Frühlings-Seidenbiene.

Nun leben aber hier in den Püttbergen noch eine ganze Anzahl weiterer Bienenarten, die ihre "eigenen" Kuckucksbienen besitzen.

Im vorigen Jahr konnte ich zum Beispiel mehrere Male die Weiden-Sandbiene beobachten. Eine ihrer Nest-Kolonien, in denen sie meist sehr gesellig zusam­menlebt, konnte ich damals allerdings nicht auf­spüren.

Durch Zufall ist mir dies aber in der vorigen Woche bei einem Spaziergang gelungen. Und wo sehr viele Bie­nennester sind, ist dann meist auch der dazu­gehörige "Kuckuck" nicht weit!

Bei der Weiden-Sandbiene kommen gleich mehrere Arten als Kuckucksbienen in Frage. Eine von ihnen ist die Rothaarige Wespenbiene.

Ein Exemplar davon konnte ich am frühen Morgen an seinem Schlafplatz, mitten in der Sand­bienenkolonie, fotografieren - erst noch mit seinen Mundwerk­zeugen am Stengel hängend, später dann beim Aufwärmen.

Nomada lathburiana
Gattungssuche Nomada lathburiana - Rothaarige Wespenbiene
X
Nr. 2012.6708_07kl_r100 %
6708_07kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/20s; ISO 200
Canon EOS 50D

Die Art ist in den vielen mitteleuropäischen Sandgebieten anzutreffen, vorausgesetzt natürlich eine ihrer Wirtsbienenarten ist im Gebiet heimisch. Ihre Individuenanzahl ist jedoch meist relativ gering.

Normalerweise läßt sich die Rothaarige Wespenbiene von einigen anderen Arten ihrer Gattung anhand von Fotos kaum unterscheiden - einzig und allein das Vorkommen eines ihrer Wirte in direkter Nähe läßt hier meines Erachtens eine nahezu hundertprozentige Bestimmung zu.

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20.04.2012 - Fünfzehn Beine...

...hatten meine heutigen Motive zusammen.

Rilaena triangularis
Gattungssuche Rilaena triangularis - Weberknecht
X
Nr. 2012.6497kl_r100 %
6497kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8; 1/100s; ISO 200
Canon EOS 50D

Mein erstes hatte genau acht davon und war ein sehr kleiner Weberknecht. Gleich mehrere dieser offensichtlich noch nicht ausgewachsenen Tiere krabbelten mir heute während einer Stippvisite am Waldrand über den Weg.

Laut Jörg Pageler aus dem Spinnen-Forum handelt es sich hierbei um Rilaena triangularis, einer beson­ders im Frühjahr sehr häufig anzutreffenden Art. Um diese Jahreszeit laufen einem allerdings immer nur Jungtiere über den Weg. Reife Exemplare findet man später im Jahr - jedoch deutlich seltener.

Die Art ist in ganz Mitteleuropa weit verbreitet und stellt keine besonderen Ansprüche an ihren Lebens­raum. Man trifft sie sowohl in feuchten Wäldern als auch in eher trockenen Umgebungen an.

Mein zweites Motiv war einmal mehr eine Wolfspinne. Heute war mir ein Männchen von Trochosa terricola vor die Linse gekommen und damit die bessere Hälfte meines Fundes vom Monats­anfang. Leider besaß der Arme nur noch eines seiner Vorderbeine, was ihn aber nicht weiter zu stören schien.

Trochosa terricola
Gattungssuche Trochosa terricola - Wolfspinne
X
Nr. 2012.6604_06kl_r100 %
6604_06kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/5.6 (DFF); 1/25s; ISO 200
Canon EOS 50D

Scheinbar ersetzte er es in seinen Bewegungen einfach durch das dahintergelegene Bein des zwei­ten Paares.

Trochosa terricola
Gattungssuche Trochosa terricola - Wolfspinne
X
Nr. 2012.6557kl_r100 %
6557kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8; 1/15s; ISO 200
Canon EOS 50D

Das machte er so perfekt, daß mir das am Anfang gar nicht wirklich auffiel. Infos zur Art gibt es hier.

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19.04.2012 - Gut getarnt...

Bereits im März konnte ich hunderte von Pardosa lugubris Jungtieren beobachten. Heute lief mir ein erwachsenes Weibchen dieser bei uns sehr häufigen Wolfspinnenart über den Weg.

Pardosa lugubris s.l.
Gattungssuche Pardosa lugubris s.l. - Wolfspinne
X
Nr. 2012.6416kl_r100 %
6416kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8; 1/10s; ISO 200
Canon EOS 50D

Wenn sie sich nicht gerade bewegt hätte, wäre sie für mich, aufgrund ihrer ausgezeichneten Tarnung, wohl glatt unsichtbar geblieben.

Pardosa lugubris s.l.
Gattungssuche Pardosa lugubris s.l. - Wolfspinne
X
Nr. 2012.6431kl_r100 %
6431kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/4.5; 1/25s; ISO 200
Canon EOS 50D

Infos zur Art bzw. zum Artenkomplex gibt es im Bericht vom Vormonat.

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16.04.2012 - Noch ein Baby...

...war diese Wolfspinne, die uns heute, während des nachmittäglichen Kinderwagenschiebens, auf einer Trockenwiese in den Püttbergen über den Weg lief. Die genaue Art ist leider in diesem Entwicklungsstadium noch nicht herauszubekommen, läßt sich aber meiner Ansicht nach schon auf zwei Arten einschränken.

Entweder handelt es sich hier um Alopecosa fabrilis oder um Alopecosa schmidti. Beide Arten kämen aufgrund des Lebensraums durchaus in Frage.

Alopecosa sp.
Gattungssuche Alopecosa sp. - Wolfspinne
X
Nr. 2012.6274kl_r100 %
6274kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/3.5; 1/250s; ISO 400
Canon EOS 50D
Alopecosa sp.
Gattungssuche Alopecosa sp. - Wolfspinne
X
Nr. 2012.6275kl_r100 %
6275kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/3.5; 1/250s; ISO 400
Canon EOS 50D

Vielleicht läuft man sich ja später im Jahr noch einmal über den Weg. Dann hat einer von uns noch ein paar Häutungen mehr hinter sich und einer sicheren Bestimmung steht nichts mehr im Wege.

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11.04.2012 - Zehn Minuten Pause...

Nachdem die letzte Woche aufgrund des Einzuges eines neuen kleinen Mitbewohners in unser Leben eher chaotisch verlief und mir keine Zeit für mein Hobby ließ, hatte ich heute mal 10 Minuten für ein paar Fotos.

Weit konnte ich mich allerdings nicht von unserer Wohnung entfernen und so suchte ich mir einfach ein Motiv auf unserem Hof. Das war auch schnell gefunden, denn zwischen den Rasengit­tersteinen blühen seit ein paar Tagen gleich mehrere Exem­plare Sand-Schaumkresse.

Dieser kleine weiß bis rosa blühende Kreuzblütler ist in Deutschland weit verbreitet. Normalerweise bevor­zugt die Art eher nähr­stoffarme, trockene und son­nige Standorte.

Aber wahrscheinlich haben sich ein paar Samen von den großen Beständen, die die offenen Sandflächen der Püttberge beherbergen auf unseren Parkplatz verirrt.

Arabidopsis arenosa
Gattungssuche Arabidopsis arenosa - Sand-Schaumkresse
X
Nr. 2012.6132kl_r100 %
6132kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/7.1; 1/800s; ISO 400
Canon EOS 50D
Arabidopsis arenosa
Gattungssuche Arabidopsis arenosa - Sand-Schaumkresse
X
Nr. 2012.6142kl_r100 %
6142kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/6.3; 1/640s; ISO 200
Canon EOS 50D

Danach gings dann aber sofort wieder zum kleinen Schreihals zwei Etagen höher :-)

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01.04.2012 Eine dicke Wölfin...

Nach dem Mittag ging es dann noch einmal zu einem kleinen Spaziergang in die Püttberge. Außer den vielen umherfliegenden Frühlingsseidenbienen, die ich bereits im letzten Jahr ausführlich beobachten konnte, war jedoch nicht viel los. Schon fast wieder auf dem Heimweg, lief uns dann aber doch noch ein hübsches Fotomotiv, in Form eines dicken Wolfspinnenweibchens, über den Weg.

Trochosa cf. terricola
Gattungssuche Trochosa cf. terricola - Wolfspinne
X
Nr. 2012.5999kl_r100 %
5999kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/11; 1/13s; ISO 200
Canon EOS 50D
Trochosa cf. terricola
Gattungssuche Trochosa cf. terricola - Wolfspinne
X
Nr. 2012.6009_16kl_r100 %
6009_16kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/7.1 (DFF); 1/30s; ISO 200
Canon EOS 50D

Trochosa cf. terricola
Gattungssuche Trochosa cf. terricola - Wolfspinne
X
Nr. 2012.5987_88kl_r100 %
5987_88kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/11 (DFF); 1/25s; ISO 200
Canon EOS 50D

Im Spinnen-Forum sagte man mir, daß es sich am wahrscheinlichsten um die bei uns sehr häufige Trochosa terricola handelt. Leider ist die Bestimmung aber nicht hunderprozentig, da sich die meisten Arten aus der Gat­tung Trochosa nur anhand von Merkmalen an männlichen Tieren wirklich unterscheiden lassen.

Die Art ist nicht sehr anspruchsvoll was ihren Lebensraum betrifft. Man findet sie sowohl an relativ feuchten und halbschattigen Orten als auch an sonnigen Waldrändern und sogar auf Trockenrasen.

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01.04.2012 - Fett und glänzend...

Als ich heute morgen die Kübelpflanzen auf unseren Balkon raus brachte, die wegen der kalten Tempera­turen ihre Nächte noch in der Wohnung fristen müssen, entdeckte ich auf einem vertrockneten Ast unserer Balkonkübelkirsche eine ziemlich dicke und schon von weiten durch ihren Glanz auffallende Spinne.

Leider war es ziemlich windig und so hatte ich arge Schwierigkeiten sie scharf auf meinen Chip zu ban­nen. Die Gelegenheit wollte ich mir dennoch nicht entgehen lassen, da es sich hier um ein Weibchen der eigentlich nachtaktiven Fettspinne handelte, die man sonst meist nur bei Dunkelheit zu Gesicht bekommt.

Die Art ist allerdings eine unserer häufigsten einhei­mischen Spinnenarten. Sie kommt nahezu in ganz Europa vor. Man findet sie sehr oft innerhalb von Gebäuden, wo sie durch ihre Anspruchslosigkeit selbst noch in warmen Räumen mit sehr trockener Luft überleben kann.

Steatoda bipunctata
Gattungssuche Steatoda bipunctata - Fettspinne
X
Nr. 2012.5866kl_r100 %
5866kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8; 1/100s; ISO 640
Canon EOS 50D
Steatoda bipunctata
Gattungssuche Steatoda bipunctata - Fettspinne
X
Nr. 2012.5854kl_r100 %
5854kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8; 1/125s; ISO 640
Canon EOS 50D

Steatoda bipunctata
Gattungssuche Steatoda bipunctata - Fettspinne
X
Nr. 2012.5817bkl_r100 %
5817bkl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8; 1/60s; ISO 400
Canon EOS 50D

Zimmerecken und Fensternischen sind dabei die bevorzugten Stellen an denen die Spinne ihre Netze baut.

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25.03.2012 - Ein krabbelnder Smaragd...

Nach meinem gestrigen Ausflug zu den Moorfröschen habe ich mich heute wieder mit einem Nachmittags­spaziergang in den Püttbergen begnügt. Doch auch hier war einiges los...

Das Insekt des Tages war aber ein herrlich grünglän­zender Gemeiner Rosenkäfer, der gerade auf den austreibenden Sprossen eines Strohblumen­busches herumkrabbelte, als ich daran vorbeikam.

Er bewegte sich aufgrund der heute etwas kühleren Temperaturen zum Glück recht gemächlich, so daß ich ein paar Fotos machen konnte. Im Sommer hingegen ist es fast unmöglich von diesen munteren Kameraden ein anspruchsvolles Bild zu machen.

Cetonia aurata
Gattungssuche Cetonia aurata - Gemeiner Rosenkäfer
X
Nr. 2012.5677bkl_r100 %
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Keine Infos in EXIF.100mm; F/5; 1/50s; ISO 200
Canon EOS 50D
Cetonia aurata
Gattungssuche Cetonia aurata - Gemeiner Rosenkäfer
X
Nr. 2012.5698kl_r100 %
5698kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/6.3; 1/30s; ISO 400
Canon EOS 50D

Der Gemeine Rosenkäfer ist der einzige Vertreter seiner Gattung in Mitteleuropa - wobei er dabei, als wärme­liebende Art, im Süden häufiger anzutreffen ist als im Norden.

Die Larven der Käfer entwickeln sich zwei Jahre lang im morschen Holz abgestorbener Bäume und sind bei ihrer Verpuppung fast 5 cm lang. Interessanterweise erreichen die Käfer selbst lediglich eine Körpergröße von "nur" 2 cm.

In Deutschland steht die Art unter Naturschutz!

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23.03.2012 - Selten aber schnell...

Und da mir meistens immer dann etwas fotogenes über den Weg läuft, wenn ich eigentlich keine Zeit habe, ist mir auch noch am Nachmittag ein kleiner sechsbeiniger Geselle auf unserem Hof vor die Füße geflogen. Leider war er auch so schnell wieder abgehoben, wie er gelandet war, und ließ mir gerade mal zwei Minuten, um ein paar Fotos zu machen. Und selbst in dieser Zeit krabbelte er noch umher...

Maladera holosericea
Gattungssuche Maladera holosericea - Blatthornkäfer
X
Nr. 2012.5337kl_r100 %
5337kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8; 1/25s; ISO 200
Canon EOS 50D

Deshalb ist auch nur ein Bild relativ zeigenswert geworden. Aufgrund des nicht gerade häufigen Vorkommens des Käfers - es handelt sich hier um Maladera holosericea - möchte ich es aber trotz­dem zeigen.

Die Art gehört, genau wie der bekannte Maikäfer, zur Familie der Blatthornkäfer, ist aber im Gegensatz zu diesem, mit höchstens 1 cm Körperlänge, viel kleiner und auch viel seltener.

Maladera holosericea trifft man bei uns im allge­meinen nur vereinzelt - meistens in trockenen Sand­gebieten, wie den Püttbergen.

Deshalb hoffe ich auch, daß zu dem einen Foto in näherer Zukunft noch ein paar weitere hinzukommen.

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23.03.2012 - Ein springendes Zebra...
Salticus scenicus
Gattungssuche Salticus scenicus - Zebraspringspinne juv.Springspinnengalerie
X
Nr. 2012.5323_24kl_r100 %
5323_24kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/8s; ISO 200
Canon EOS 50D

Trotz herrlichstem Frühlingswetter bin ich aus Zeit­mangel heute nicht in die Püttberge gekommen. Für ein tolles Motiv war das aber auch gar nicht not­wendig, denn was da beim Müllrausbringen auf dem Gartenzaun herumrannte, reichte mir völlig.

Ich mußte nur noch schnell die Kamera holen und hoffen, daß die kleine Zebraspringspinne noch an Ort und Stelle ist, wenn ich zurückkomme. Ich hatte Glück, was aber auch kein Wunder war, bei dem Tempo, was ich an den Tag legte.

Die Zebraspringspinne ist eine unserer häufigsten hei­mischen Springspinnen. Als typische Kulturfolgerin kann man sie sehr oft an Gebäudefassaden oder anderen Mauern in unserer direkten Nachbarschaft beobachten.

Weitere Infos zur Art gibt es in einem Beitrag vom letzten Jahr.

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18.03.2012 - Kleine Wölfe...

Schon seit den ersten warmen Tagen laufen mir immer wieder sehr kleine Wolfspinnen in den Pütt­bergen über den Weg - hauptsächlich an offenen Stellen im Sonnenschein zwischen herumliegenden Kiefernadeln. Bisher waren sie mir immer zu schnell und ein Shooting schien mir zu anstrengend...

Heute habe ich mir aber mal etwas Zeit dafür genom­men und eine von ihnen bei perfektem Licht auf einem wunderschön gefärbten Stück Kiefernrinde abgelichtet. Meine Geduld hat sich doch gelohnt, oder?

Pardosa lugubris s.l.
Gattungssuche Pardosa lugubris s.l. - Wolfspinne
X
Nr. 2012.5176kl_r100 %
5176kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8; 1/30s; ISO 200
Canon EOS 50D

Die ursprünglich als Pardosa lugubris bezeichnete Art wurde nämlich inzwischen in mindestens 6 neue Arten aufgespalten, die man aber anhand eines Fotos nicht wirklich auseinanderhalten kann.

Sie unterscheiden sich hauptsächlich durch ihr Paa­rungsverhalten und können nur anhand des Baus der männlichen Taster wirklich sicher bestimmt werden.

Weibliche Tiere dieser Arten kann man allerdings ohne ihr männliches Gegenstück mit einzusammeln überhaupt nicht voneinander unterscheiden.

Pardosa lugubris s.l. kommt in ganz Mitteleuropa vor und ist bei uns eine der häufigsten einheimischen Wolfspinnen. Mit höchstens 7 mm Körpergröße ge­hört sie allerdings auch zu den Kleinsten dieser Familie.

Pardosa lugubris s.l.
Gattungssuche Pardosa lugubris s.l. - Wolfspinne
X
Nr. 2012.5180kl_r100 %
5180kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8; 1/60s; ISO 200
Canon EOS 50D

Im Spinnen-Forum wurde mir das Tier als ein unrei­fes Männchen von Pardosa lugubris s.l. bestimmt.

Am "s.l." vom lateinischen "sensu lato" für "im wei­teren Sinne" kann man erkennen, daß es sich hier aber lediglich um die Bezeichnung für eine Sammel­art handelt.

Das heißt, daß mehrere Arten, die meist schwer von einander zu unterscheiden sind, mit diesem Namen angesprochen werden.

Pardosa lugubris s.l.
Gattungssuche Pardosa lugubris s.l. - Wolfspinne
X
Nr. 2012.5185bkl_r100 %
5185bkl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8; 1/30s; ISO 200
Canon EOS 50D

Man findet die Tiere das ganze Jahr hindurch - sogar an milden Wintertagen. Sie bevorzugen offene und sonnigen Stellen als Lebensraum, an denen man sie meist in sehr großer Anzahl beobachten kann.

Xysticus cf. audax
Gattungssuche Xysticus cf. audax - Krabbenspinne
X
Nr. 2012.5198_97kl_r100 %
5198_97kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/2.8 (DFF); 1/200s; ISO 200
Canon EOS 50D
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17.03.2012 - Der Frühling ist da...

Zwanzig Grad und strahlender Sonnenschein und das auch noch zu Beginn des Wochenendes - was will man mehr. Also nix wie raus in die Natur auf eine kleine Fotopirsch und mal schauen was sich so findet...

Und siehe da, ich mußte gar nicht lange suchen, da hatte ich auch schon mein erstes Motiv gefunden - die Raupe einer Breitflügeligen Bandeule, hängend an einem Grashalm. Wahrscheinlich hing sie da noch von ihrem Freßausflug in der letzten Nacht.

Denn eigentlich sind diese Raupen nur als ganz junge Tiere tag­aktiv, später verstecken sie sich während des Tages in der Krautschicht und klettern erst in der Dunkelheit zu ihrem Freßplatz - manchmal auch mehrere Meter hoch auf Bäume oder Sträucher.

Die Raupe dieses Nachtfalters ernährt sich, im Gegen­satz zu denen vieler an­derer, polyphag. Das heißt, sie frißt an vielen verschiedenen Futterpflanzen und ist nicht auf das Vor­kommen einer besonderen Pflan­zenart angewie­sen.

Dieser Umstand sowie die geringen Allgemeinan­sprüche an ihren Lebensraum machen die Breitflüge­lige Bandeule zu einem unserer häufigsten einhei­mischen Eulenfalter.

Der Falter überwintert im übrigen als Raupe und ver­puppt sich erst im Frühling des folgenden Jahres.

Noctua comes
Gattungssuche Noctua comes - Breitflügelige Bandeule
X
Nr. 2012.4901_03ckl100 %
4901_03ckl
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/6s; ISO 200
Canon EOS 50D

Eigentlich ist es aber eher ungewöhnlich, daß einem zu dieser Jahreszeit bei einem Spaziergang als erstes eine Raupe begegnet. Normalerweise sind es nämlich eher Bienen oder auch ein paar wärmebedürftige Achtbeiner, die einem jetzt über den Weg fliegen bzw. krabbeln.

Zur zweiten Gruppe gehörte dann auch mein nächster Fotokandidat. Es handelt sich hier höchstwahr­scheinlich um ein Jungtier von Tibellus oblongus. Nur "höchstwahrscheinlich", weil zwar meine Liter­atur sagt, daß man die Art deutlich durch ihre nur zwei vorhandenen Punkte auf dem Hinterkörper von der zweiten bei uns heimischen Art dieser Gattung unterscheiden kann, einige Spezialisten im Forum mitteleuro­päischer Spinnen allerdings die Erfahrung gemacht haben, daß die Punktanzahl keineswegs zur Bestimmung herangezogen werden kann.

Tibellus cf. oblongus
Gattungssuche Tibellus cf. oblongus - Laufspinne
X
Nr. 2012.4959_62ckl_r100 %
4959_62ckl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/6.3 (DFF); 1/30s; ISO 200
Canon EOS 50D

Die zu den Laufspinnen gehörende Spezies ist über­all in Mitteleuropa weit verbreitet und sowohl in sehr feuchten als auch in trockenen Lebensräumen anzu­treffen.

Allerdings wird sie, trotz ihrer tagaktiven Lebenswei­se, häufig übersehen, da sie eine perfekte Tarnstra­tegie entwickelt hat. Sobald sie nämlich eine Bedro­hung wahrnimmt, begibt sie sich einfach auf die dem Störenfried abgewandte Seite ihres momentanen Ansitzes. Wirklich perfekt zum Fotografieren!

Sie haben auch schon Tibellus oblongus - Tiere mit deutlich mehr als zwei Punkten gefunden und halten deshalb die zwei Arten nur anhand ihrer Genitalien für wirklich unterscheidbar.

Aufgrund der Püttberge als Lebensraum und ihres häufigeren Vorkommens im Gegensatz zu ihrer Schwesternart Tibellus maritimus, ist die Wahrschein­lichkeit hier Tibellus oblongus vor der Linse gehabt zu haben trotzdem recht hoch.

Tibellus cf. oblongus
Gattungssuche Tibellus cf. oblongus - Laufspinne
X
Nr. 2012.4970_69_68bkl_r100 %
4970_69_68bkl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/25s; ISO 200
Canon EOS 50D

Nicht viel weniger gut getarnt war mein nächstes Motiv. Ganz im Gegenteil, nur aufgrund seines Bewegungs­dranges habe ich es überhaupt wahrgenommen. Aus 1,70 m Höhe betrachtet wußte ich jedoch erst einmal gar nicht, was da unter mir herumkroch und auch von näherem gesehen, sah es mit seinen langen Beinen eher wie eine Schnake aus als nach dem, was es am Ende wirklich war.

Es handelte sich nämlich um eine Wanze - genauer gesagt um eine Schnakenwanze. Sie gehört zu den Stelzenwanzen und ist damit eine von nur 9 Arten dieser Wanzenfamilie in Mitteleuropa.

Ihr Lebensraum sind Trockenrasen und Sanddünen, wo sie sich meist unter Grasbüscheln oder anderen Pflanzen versteckt hält, von denen sich die Wanze auch ernährt.

Neides tipularius
Gattungssuche Neides tipularius - Schnakenwanze
X
Nr. 2012.5085_86kl_r100 %
5085_86kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/10 (DFF); 1/6s; ISO 200
Canon EOS 50D
Neides tipularius
Gattungssuche Neides tipularius - Schnakenwanze
X
Nr. 2012.5045bkl_r100 %
5045bkl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8; 1/20s; ISO 200
Canon EOS 50D

Selbst ohne ihre langen Beine zählt sie mit einer Körper­größe bis zu 11 mm zu den größten der bei uns heimischen Wanzen.

Die an ihrem auffallenden Stirnfortsatz sehr leicht zu erkennende Art überwintert als erwachsenes Tier und ist meist schon bei den ersten warmen Sonnen­strahlen im Vorfrühling aktiv.

Interessanterweise sind die Wanzen als Larven und frisch geschlüpfte Erwachsene im Frühsommer noch grün gefärbt, wechseln jedoch ihre Farbe im Laufe ihres Lebens dann ins Graubraune. Vielleicht passen sie sich damit einfach im Zyklus der Jahreszeiten der sie umgebenden Vegetation an.

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16.03.2012 - Eine Frage der Zeit...

...war es eigentlich nur, bis mir irgendwann ein pas­sender Mann zu meinem Anyphaena accentuata - Weibchen vom vorigen Jahr begegnen sollte.

Diese Art ist nämlich recht häufig, aber aufgrund ihrer nachtaktiven Lebensweise selten zu sehen. Heute war es nun aber endlich soweit. Während ich eine weitere Ecke unseres Balkons aus ihrem Winter­schlaf befreite, kam es mir aus einem kleinen Haufen alten Laubs vom letzten Herbst hervorgelaufen.

Ich konnte es auch nur kurz für ein Shooting begei­stern und einmal mehr ist es deshalb nur bei einer Frontalansicht geblieben.

Anyphaena accentuata
Gattungssuche Anyphaena accentuata - Zartspinne ♂
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Nr. 2012.4863kl_r100 %
4863kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8; 1/30s; ISO 200
Canon EOS 50D

Ein paar Infos zur Art gibt es im Posting vom letzten Jahr.

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11.03.2012 - Ein wenig trüb...

...begann der heutige Sonntag. Da es aber trotzdem frühlingshaft warm war, standen die Chancen in den Püttbergen ein paar krabbelnde Motive vor meine Linse zu bekommen ziemlich gut. Das Ergebnis fiel dann aber doch eher nüchtern aus. Lediglich zwei Models konnte ich innerhalb von 3 Stunden aufspüren und für ein Shooting begeistern. Doch vor allem der böige Wind brachte mich dabei fast zur Verzweiflung.

Dolycoris baccarum
Gattungssuche Dolycoris baccarum - Beerenwanze
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Nr. 2012.4699kl_r100 %
4699kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8; 1/13s; ISO 200
Canon EOS 50D

Mein erstes Motiv sonnte sich gerade auf der freige­legten Wurzel einer uralten Kiefer. Leider wurde es aber sehr aktiv, als ich ihm bis auf ein paar Zenti­meter auf die Pelle rückte. Ein Foto glückte trotzdem.

Allerdings handelte es sich mit einer Beerenwanze eher um einen untypischen Bewohner meiner Lieblingsbinnendüne. Die Art kommt normalerweise eher in Gärten und an lichten Waldrändern vor, wo genügend Beerensträucher verfügbar sind. Denn Früchte sind, wie der Name der Wanze schon verrät, deren Hauptnahrung.

Die Wanzenart ist in ganz Europa weit verbreitet. Bei uns in Deutschland ist sie eine der häufigsten Vertreterinnen der Unterfamilie der Baumwanzen und mit bis zu 1,2 cm Körpergröße ist sie auch gleichzeitig eine der größten.

Mein Lieblingsbild des heutigen Tages ist allerdings ein anderes.

In einem Busch von vertrocknetem Heidekraut hatte sich eine Listspinne in makrofotografisch schönster Pose auf die Lauer nach Beute gelegt.

Wahrscheinlich war diese überwinterte Jungspinne sehr hungrig, aber noch nicht zum Wohnungsbau ge­kommen, denn normalerweise erbeutet diese Raub­spinnenart ihre Nahrung aus einem Wohn- und Jagdnetz heraus. Dabei ist sie sowohl am Tag als auch in der Nacht aktiv.

Die Listspinne kommt in ganz Europa vor. Sie stellt keine besonderen Ansprüche an ihren Lebensraum und besiedelt deshalb fast alle Habitate, hat jedoch eine Vorliebe für feuchte Biotope.

Im Frühjahr beginnt die Fortpflanzungszeit, in der die Männchen ihr Gespinst verlassen, um sich auf die Suche nach potentiellen Partnerinnen zu machen.

Pisaura mirabilis
Gattungssuche Pisaura mirabilis - Listspinne
X
Nr. 2012.4742ckl_r100 %
4742ckl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8; 1/30s; ISO 400
Canon EOS 50D

Interessant zu erwähnen wäre dabei, daß das Männchen um das Weibchen dann mit Hilfe eines sogenannten Brautgeschenkes, in Form eines umsponnenen Beutetiers, wirbt. Nur wenn das Präsent den Geschmack der Angebeteten trifft, wird sich diese auch mit ihrem Verehrer paaren. Dieses Verhalten hat ihr auch den volkstümlichen Namen "Brautgeschenkspinne" eingebracht. Gut, daß wir keine Listspinnen sind!

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10.03.2012 - Ach, wie niedlich...

Dieses kleine Winkerzikaden-Weibchen fand ich heute morgen auf unserem Balkon. Es wird schein­bar langsam zur Routine, daß mir dort bei jedem Frühlings-Balkonputz ein neues Getier vor die Linse kommt.

Der nur ca. 6 mm große, zu den Zwergzikaden gehör­ende Winzling wurde wohl von der abendlichen Beleuchtung unseres Wohnzimmers angezogen.

Es handelte sich mit höchster Wahrscheinlichkeit um eine Streifenwinkerzikade. Da die Unterscheidung der drei bei uns vorkommenden Acericerus-Arten jedoch nicht ganz einfach ist, ist die Bestimmung an­hand meiner Fotos leider nicht hundertprozentig.

Vielen Dank an Dr. Herbert Nickel für seine Hilfe!

Acericerus cf. vittifrons
Gattungssuche Acericerus cf. vittifrons - Streifenwinkerzikade
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Nr. 2012.4602_596kl_r100 %
4602_596kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/3s; ISO 200
Canon EOS 50D
Acericerus cf. vittifrons
Gattungssuche Acericerus cf. vittifrons - Streifenwinkerzikade
X
Nr. 2012.4590_93bkl_r100 %
4590_93bkl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/5s; ISO 200
Canon EOS 50D

Die Nahrungsquelle der Gattung Acericerus verrät im Übrigen der Wortstamm in ihrem lateinischen Vornamen - Acer. Sie ernähren sich nämlich ausschließlich von Ahorn-Arten, wobei jede der drei heimischen Zikadenarten dabei eine andere Vorliebe hat. Acericerus vittifrons zum Beispiel bevorzugt den Feld-Ahorn.

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04.03.2012 - Auf der Mauer, auf der Lauer...

...naja, vielleicht nicht gerade auf der Mauer, aber dafür in altem Laub und an morschen Bäumen sah man am heutigen Tage sehr viele Feuerwanzen. Die ersten warmen Strahlen der Frühlingssonne hatten sie zu tausenden aus ihren Überwinterungsquartieren gelockt.

Pyrrhocoris apterus
Gattungssuche Pyrrhocoris apterus - Feuerwanze
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Nr. 2012.4571_74kl100 %
4571_74kl
Keine Infos in EXIF.100mm; F/16 (DFF); 1/5s; ISO 200
Canon EOS 50D

Meistens sah man die Haufen aus hunderten von Tieren gleich von Weitem - manchmal waren es aber auch nur ein paar, die sich zusammenkuschelten.

Solche Gebilde werden im Übrigen durch ausge­sonderte Pheromone zusammengehalten. Fühlt sich eine Wanze gestört, sondert sie ein Wehrsekret ab und die Ansammlung löst sich sehr rasch auf.

Die bis zu 12 mm große Feuerwanze ist eine der häufigsten bei uns heimischen Wanzenarten - wobei die Häufigkeit von Süd nach Nord etwas abnimmt.

Man findet sie oft an sonnigen Orten, vor allem in der Nähe von Linden und Malvengewächsen. Die Tiere ernähren sich vom Saft herabgefallener Samen der Pflanzen, saugen aber auch direkt an ihnen.

Eine weitere, allerdings viel weniger farbenfrohe Vertreterin aus der Familie der Wanzen, entdeckte meine "Assistentin" am Wegrand auf einer verdorrten Pflanze. So unscheinbar gefärbt und mit einer Größe von höchstens 8 mm hätte ich sie wahrscheinlich glatt übersehen - eine perfekte Tarnung halt.

Es handelte sich um eine Punktierte Glasflügel­wanze, die ihr Hauptverbreitungsgebiet eigentlich im Süden Europas hat. Nördlich der Alpen beschränkt sich ihr Vorkommen lediglich auf einige wenige wärmere Gegenden - sogenannte Wärmeinseln.

Als Lebensraum bevorzugen die Tiere meist trockene Gras­landschaften oder Ödland. Sie ernähren sich dort von Blütennektar, wobei ihre Vorliebe wohl einigen Korbblütengewächsen, wie z.B. der Schaf­garbe, gilt.

Die Wanze gehört zur Unterfamilie der Glasflügelwan­zen, die in Deutschland mit lediglich 15 Arten aus 7 Gattungen vertreten ist.

Vielen Dank für die Bestimmung an F. Marquard aus dem Forum von Insektenfotos.de.

Stictopleurus punctatonervosus
Gattungssuche Stictopleurus punctatonervosus - Punktierte Glasflügelwanze
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Nr. 2012.4544kl_r100 %
4544kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/11; 1/10s; ISO 200
Canon EOS 50D

Nach einem so erfolgreichen Start ins Makrojahr 2012 freue ich mich schon wieder richtig auf die Saison. Die Frage ist nur, ob ich in diesem Jahr überhaupt noch genügend Zeit für mein Hobby finden werde, bei der radikalen Lebensveränderung, die im Moment schon ihren kleinen Schatten voraus wirft ;-)

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26.02.2012 - Erwachsen...

Pünktlich zu den ersten frühlingshaften Sonnenstrahlen möchte ich die diesjährige Makrosaison eröffnen. Und wie könnte es anders sein, möchte ich das mit Hilfe einem meiner springenden Lieblinge tun.

Im Herbst des vorigen Jahres hatte ich mich entschlossen ein noch unreifes Jungtier einer Kettenstreifigen Springspinne in den Wintermonaten in meine Obhut zu nehmen, in der Hoffnung, es handelt sich um ein männliches Exemplar, welches ich bis dato noch nie vor meiner Linse hatte.

Und siehe da, ich hatte tatsächlich Glück. Anfang des Monats häutete sich der ca. 2,5 mm kleine Winzling zum letzten Mal und ans Tageslicht kam ein wunder­schön gefärbtes Männchen.

Euophrys frontalis
Gattungssuche Euophrys frontalis - Kettenstreifige Springspinne ♂Springspinnengalerie
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Nr. 2012.4316_15kl_r100 %
4316_15kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/5s; ISO 200
Canon EOS 50D
Euophrys frontalis
Gattungssuche Euophrys frontalis - Kettenstreifige Springspinne ♂Springspinnengalerie
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Nr. 2012.4289_92kl_r100 %
4289_92kl_r
Keine Infos in EXIF.65mm; F/8 (DFF); 1/4s; ISO 200
Canon EOS 50D

Sobald es draußen noch ein wenig wärmer ist, werde ich ihn wieder in seine gewohnte Umgebung entlassen. Hoffentlich bekommt er dann dort auch soviel zu Fressen, wie bei mir ;-)

Infos zur Art gibt es hier..

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