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Exkursionen in Brandenburg 2011

23.09.2011 - Spinnen statt Panzer...

Mein heutiger Ausflug führte mich mit zwei befreundeten Fotografen in die Reicherskreuzer Heide. Große Teile dieses Gebietes wurden zu DDR-Zeiten als Truppenübungsplatz genutzt, was zur Folge hatte, daß sich in diesem abgeschlossenen Gebiet eine sehr große Artenvielfalt ungestört entwickeln konnte.

Der Hauptgrund für mein Interesse war, daß sich hier eines der sehr wenigen Vorkommen der Gold­augenspringspinne in Ostdeutschland befindet. Sie ist die größte bei uns einheimische Springspinne.

Ihr Hauptverbreitungsgebiet hat die Art eigentlich im Mittelmeerraum. Nördlich der Alpen kommt sie sonst nur noch in ausgesprochenen Wärmegebieten, wie etwa dem Elsass oder dem Kaiserstuhl, vor.

Dort lebt die Spinne meist auf trockenen und vege­tationslosen Schotterflächen sowie an Felsen und Mauern. Interessanterweise bevorzugt sie in den brandenburgischen und sächsischen Heidegebieten jedoch vorwiegend junge Kiefern als ihr Revier.

Genau an solchen konnten wir sie auch aufspüren!

Philaeus chrysops
Gattungssuche Philaeus chrysops - Goldaugenspringspinne ♀Springspinnengalerie
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Nr. 2011.2217_18kl_r100 %
2217_18kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/7.1 (DFF); 1/30s; ISO 200
Canon EOS 50D
Philaeus chrysops
Gattungssuche Philaeus chrysops - Goldaugenspringspinne ♀Springspinnengalerie
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Nr. 2011.2208kl_r100 %
2208kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/11; 1/6s; ISO 200
Canon EOS 50D

Unsere Hoffnung eins der knallrot gefärbten Männ­chen dieser Art zu finden, erfüllte sich leider nicht. Jahreszeitlich bedingt entdeckten wir nur junge Weibchen - die dafür jedoch in sehr großer Anzahl.

Aber auch das war für mich Highlight genug, denn bisher kannte ich die Art nur vom Mittelmeer. Dort sieht die Körperzeichnung der Weibchen allerdings total anders aus (Bild), so daß man fast denken könnte, es handelt sich um verschiedene Arten.

Laut Fachliteratur ist dies aber nicht der Fall - die Art hat einfach nur eine sehr große Variationsbreite. Warum dieses hübsche Tier jedoch den Namen Gold­augenspringspinne trägt, konnten mir meine Bücher auch nicht erklären - an den Augen kann es jeden­falls nicht liegen ;-)

Nach einem ausgiebigen Shooting, vom dem, aufgrund des außergwöhlichen Bewegungsdranges meines Models, jedoch nicht viel mehr als ein paar wenige Bilder herzeigbar sind, ging es weiter.

Doch weit kamen wir nicht, denn schon lief uns das nächste lohnenswerte Motiv direkt vor die Füße. Es handelte sich um eine Rote Röhrenspinne, die, wie auch schon in der Schönower Heide, hier einen per­fekten Lebensraum vorfindet.

Im Gegensatz zu meinem letzten Fundort sollte dies allerdings nicht das einzige Exemplar bleiben, welches uns heute über den Weg lief. Im Laufe des Tages sahen wir nämlich noch mindestens 8 weitere Männchen, die auf der Suche nach einem Weibchen umherirrten.

Ich beschränkte mich aber diesmal lediglich auf die Seitenansicht eines besonders intensiv rot gefärbten Zeitgenos­sens, da ich ja schon beim letzten Kontakt mit dieser Art genug Bilder gemacht habe.

Eresus kollari
Gattungssuche Eresus kollari - Rote Röhrenspinne
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Nr. 2011.2248kl_r100 %
2248kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8; 1/13s; ISO 200
Canon EOS 50D

So ist es halt - erst findet man jahrelang keine einzige Rote Röhrenspinne und dann auf einmal gleich so viele. Und dabei sind wir in dieser weitläufigen Heidelandschaft noch nicht einmal groß rumgekommen, weil uns nach gefühlten 20 Metern jedesmal ein neues Motiv zum Anhalten "zwang".

Alopecosa sp.
Gattungssuche Alopecosa sp. - Tarantel
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Nr. 2011.2363kl_r100 %
2363kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/5; 1/50s; ISO 400
Canon EOS 50D

Meistens handelte es sich dabei um Achtbeiner, wie auch bei unserem nächsten Fund - einer zirka 1,5 cm großen Tarantel, die ich durch Zufall aus einem kleinen Heidekrautgebüsch scheuchte.

Alopecosa sp.
Gattungssuche Alopecosa sp. - Tarantel
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Nr. 2011.2370kl_r100 %
2370kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/6.3; 1/40s; ISO 200
Canon EOS 50D

Leider kann man ohne Genitaluntersuchung die Art nicht zweifelsfrei bestimmen. In Frage kämen sowohl Alopecosa fabrilis als auch Alopecosa schmidti.

Alopecosa sp.
Gattungssuche Alopecosa sp. - Tarantel
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Nr. 2011.2443kl_r100 %
2443kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/4.5; 1/60s; ISO 200
Canon EOS 50D

Erst auf den Fotos fiel mir im Übrigen auf, daß das Tier wohl schon einmal mit nur sieben Beinen zurechtge­kommen sein muß. Eins der Beine ist nämlich bei einer Häutung lediglich rudimentär nachgewachsen.

Fast alle Mitglieder der Gattung Alopecosa bevorzugen offene, warme und zumeist trockene Lebensräume. In Deutschland sind diese Biotope stark gefährdet und im Rückgang begriffen, was dazu führt, daß der größte Teil dieser Gattung aus der Familie Wolfspinnen inzwischen auf der Roten Liste steht.

Viele von ihnen bauen Wohnröhren in den lockeren Boden und kleiden diese dann mit Seide aus. Ihre Beute jedoch fangen sie ohne jegliches Netz, indem sie nachts ihr Versteck verlassen und auf die Jagd gehen. Mit scharfen Augen ausgerüstet, lauern die Spinnen dann an günstigen Stellen auf vorbeikommende Opfer.

Arctosa perita
Gattungssuche Arctosa perita - Wolfspinne
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Nr. 2011.2388kl_r100 %
2388kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/6.3; 1/25s; ISO 200
Canon EOS 50D

Die geringe Größe und die "bunte" Färbung seines Körpers tarnen diesen Jäger perfekt. Auch wir haben die Spinne überhaupt nur bemerkt, weil sie sich gerade ziemlich flink über den Sand bewegte.

Offene und weitgehend vegatationsfreie Sand­flächen sind der Hauptlebensraum dieser Art - doch durch den Rückgang solcher Habitate gilt auch sie in Deutschland als gefährdet und steht auf der Roten Liste. Im sandigen Brandenburg ist die Spinne allerdings noch recht häufig anzutreffen.

Die selbe Strategie wendet auch Arctosa perita an - kein Wunder, denn auch diese Spinne gehört zur Familie der Wolfspinnen. Mit nur 8 mm Körperlänge ist sie jedoch nur fast halb so groß, wie unser vorheriger Fund.

Arctosa perita
Gattungssuche Arctosa perita - Wolfspinne
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Nr. 2011.2379bkl_r100 %
2379bkl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/6.3; 1/25s; ISO 200
Canon EOS 50D

Und weil heute scheinbar der Tag der Spinnen war, entdeckte ich einige Meter weiter gleich die nächste achtbeinige Seltenheit. Eigentlich sah ich zunächst ihre ziemlich auffälligen, weil extrem großen, Gespinste in ein paar jungen Kiefern. Bei genauere Suche fand ich dann aber auch deren Eigentümer - Dendryphantes hastatus, eine sehr seltene Springspinne, die ich schon immer einmal in natura sehen wollte.

Sie ist bei uns lediglich von ein paar Fundorten im östlichen Deutschland bekannt, aber auch dort nur sehr vereinzelt anzutreffen. Ihre Gespinste baut die Spinne ausschließlich in Nadelgehölzen und hält sich einen Großteil ihres Lebens auch auf den Ästen der Bäume auf.

Dendryphantes hastatus
Gattungssuche Dendryphantes hastatus - Springspinne ♀Springspinnengalerie
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Nr. 2011.2304kl_r100 %
2304kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/9; 1/10s; ISO 200
Canon EOS 50D
Dendryphantes hastatus
Gattungssuche Dendryphantes hastatus - Springspinne ♀Springspinnengalerie
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Nr. 2011.2301kl_r100 %
2301kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/9; 1/15s; ISO 200
Canon EOS 50D

Diese Vorliebe teilt sie sich mit ihrer Schwesternart, der ich schon häufiger begegnet bin - zum Beispiel auch bei mir in den Püttbergen. Allerdings ist die viel kleiner und auch ihre Gespinste sind weit weniger auffällig.

Gleich zwei neue Arten in der Sammlung meiner springenden Lieblinge an einem Tag - was will man mehr!

Naja, da würde mir schon noch etwas einfallen - wie wäre es zum Beispiel mit einer seltenen Raubfliege, die einen perfekten Jahresabschluß für mein diesjähr­iges Hauptprojekt bilden würde.

Nichts leichter als das, denn ganz unverhofft flog uns am Ende des Tages noch ein ziemlich müdes Exem­plar einer Hornissen-Raubfliege vor die Nase und lies sich ohne weitere Diskussionen von uns allen nacheinander ablichten.

Die Art ist eine der größten heimischen Raubfliegen. Sie bevorzugt meist trockene Sand­böden mit kurz­wüchsiger Vegetation. Dabei scheint sie be­sonders extensiv bewei­dete Landschaften zu bevor­zugen.

Ein Hauptgrund dafür ist, daß dort meist große Vor­kommen von Käfern, deren Larven sich vom Dung der Weidetiere ernähren, die widerrum den Larven der Raubfliege als Nahrungsgrundlage dienen.

Leider sind die Vorkommen der Hornissen-Raubfliege vielerorts im Rückgang begriffen. Im Land Berlin gilt die Art zum Beispiel inzwischen als ausgestorben bzw. verschollen.

Möglicherweise spielt der Einsatz von nur schwer abbaubaren Impfstoffen in der Tierzucht dabei eine nicht ganz unentscheidende Rolle. Die Stoffe lassen sich oft noch im Dung der Weidetiere nachweisen und könnten sich so durchaus negativ auf die Ent­wicklung der Larven auswirken. Näheres gilt es aber noch zu untersuchen.

Umso mehr war ich natürlich begeistert diesen so schon sehr erfolgreichen Tag noch mit diesem High­light beenden zu dürfen.

Asilus crabroniformis
Gattungssuche Asilus crabroniformis - Hornissen-Raubfliege ♂Raubfliegenprojekt
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Nr. 2011.2461kl_r100 %
2461kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/11; 1.3s; ISO 200
Canon EOS 50D

Ich werde auf jeden Fall im nächsten Jahr wiederkommen, denn ich denke, hier gibt es noch eine Menge toller Sachen zu entdecken und außerdem habe ich ja die Hoffnung auf ein Foto eines Männchens der Goldaugenspringspinne auch noch nicht aufgegeben :-)

PS:
Anarta myrtilli
Gattungssuche Anarta myrtilli - Heidekraut-Bunteule
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Nr. 2011.2227bkl_r100 %
2227bkl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8; 1/40s; ISO 200
Canon EOS 50D

Nach der Sichtung meines Archives im Winter, habe ich doch tatsächlich noch ein Bild gefunden, welches mir im September beim Schreiben des Berichtes, wohl durch die Lappen gegangen ist.

Weil es mir aber so gut gefällt und außerdem eine Art zeigt, die ich bis dato noch nicht fotografieren konnte, reiche ich es einfach mal nach.

Das Foto zeigt die Raupe einer Heidekraut-Bunteule, die sich wohl gerade auf den Weg zu einer neuen Futterpflanze macht. Wenn sie sich nicht gerade bewegt hätte, wäre sie mir auch überhaupt nicht aufgefallen, so perfekt wie sie getarnt war.

Die mit höchstens 2,5 cm Körperlänge recht kleine Raupe ernährt sich fast ausschließlich von Heide­krautgewächsen, wie ihr Name auch verrät. In Bran­denburg findet man sie meist auf Besenheide, die hier, dank der vielen noch intakten Heideflächen, in großer Anzahl vor­kommt.

Der Falter ist aber nicht nur auf Trockengebiete beschränkt, man findet ihn zum Beispiel auch in Hochmooren, in denen es, aufgrund des oft sauren und nährstoffarmen Bodens, ja meist auch von Heide­krautgewächsen nur so wimmelt.

Leider sind viele dieser Lebensräume jedoch stark bedroht und so ist es nicht verwunderlich, daß dies auch die Falter gilt. Überall in Europa gehen die Populationen, der eigentlich sehr häufigen Art, zurück. Bei uns in Deutschland steht sie inzwischen schon in mehreren Bundesländern auf der Roten Liste gefährdeter Arten.

Vielleicht flattert mir ja im nächsten Jahr auch mal der dazugehörige Falter vor die Linse - da die Tiere tagaktiv sind, stehen die Chancen zumindest nicht schlecht.

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04.09.2011 - Sonntagsausflug...

Nach meiner gestrigen sehr erfolgreichen Exkursion zum Pfefferfließ sollte unser heutiger sonntäglicher Familien-Ausflug gleich das nächste Highlight des Jahres für mich parat halten. Es ging einmal mehr in die Schönower Heide, die um diese Jahreszeit durch das überall blühende Heidekraut nicht nur in makrofoto­grafischer Hinsicht ein lohnendes Ziel ist.

Mein Interesse galt allerdings weniger dem rosa­farbenen Teppich als Fotomotiv sondern viel mehr der sehr seltenen Roten Röhrenspinne, die hier eines ihrer wenigen Vorkom­men im Land Branden­burg besitzt. Im August und September ziehen nämlich die ansonsten in ihren Röhren versteckt lebenden Männchen dieser sehr hübsch gefärbten Spinnenart auf der Suche nach paarungswilligen Weibchen umher.

Eresus kollari
Gattungssuche Eresus kollari - Rote Röhrenspinne
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Nr. 2011.1644kl_r100 %
1644kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8; 1/15s; ISO 200
Canon EOS 50D

Schon im vorigen Frühherbst war ich hier deshalb unterwegs - leider ohne Erfolg.

Vielleicht hatte ich auch einfach zu sehr danach gesucht, denn auch heute fand ich beim Suchen zwischen den Heidebüschen und auf den offenen Sandflächen kein einziges Exemplar.

Aber zum Glück hatte ich ja noch meine Freundin dabei, die, als von mir angelernte "Jung-Forscherin", inzwischen sehr aufmerksam und mit offenen Augen durch die Natur geht. Sie lief nämlich, im Gegensatz zur mir, einfach nur den offiziellen Rundweg entlang und erspähte doch tatsächlich am Wegesrand das Objekt meiner Begierde. Einen kurzen Ruf später saß es dann auch schon vor meiner Linse.

Die Rote Röhrenspinne ist zwar überall in Mittel- und Südeuropa weit verbreitet, bei uns in Deutschland aber lediglich in klimatisch begünstigten Gebieten anzutreffen. Aufgrund ihrer Seltenheit gilt sie nach der Roten Liste von Deutschland als stark gefährdet und ist gesetzlich geschützt.

Eresus kollari
Gattungssuche Eresus kollari - Rote Röhrenspinne
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Nr. 2011.1639bkl_r100 %
1639bkl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/11; 1/6s; ISO 200
Canon EOS 50D
Eresus kollari
Gattungssuche Eresus kollari - Rote Röhrenspinne
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Nr. 2011.1668_70kl_r100 %
1668_70kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/10 (DFF); 1/4s; ISO 200
Canon EOS 50D

Vor allem in warmen und trockenen Lebensräumen, wie Binnendünen und Heidegebieten kann man die in Kolonien lebende Spinne antreffen. Dort graben sie an geeigneten windgeschützten Stellen ihre Wohn­röhren in den Boden und kleiden diese anschließend mit Seide aus. Oberirdisch endet die Röhre in einem auf der Erde liegenden und meist gut getarnten Netz, welches der Spinne zum Beutefang dient.

Da es für mich ein echtes Erlebnis war, diesem wunderschönen Tier einmal in natura begegnen zu dürfen, konnte ich mich kaum von ihm losreisen und es wieder seiner Wege ziehen lassen. Aber irgendwann war es dann soweit und schließlich gab es ja auch noch mehr zu sehen.

Xysticus sabulosus
Gattungssuche Xysticus sabulosus - Krabbenspinne
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Nr. 2011.1701kl_r100 %
1701kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/5.6; 1/200s; ISO 800
Canon EOS 50D
Xysticus sabulosus
Gattungssuche Xysticus sabulosus - Krabbenspinne
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Nr. 2011.1717kl_r100 %
1717kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/5.6; 1/250s; ISO 800
Canon EOS 50D

Zum Bespiel war da ein Exemplar von Xysticus sabulosus, einer bei uns sehr seltenen Krabbenspinne, die ich bereits im vorigen Jahr in der Schönower Heide fotografieren konnte. Mein heutiger Fund war allerdings nicht ganz so knallig gefärbt, wie der vom letzten Jahr.

Diesmal habe ich unser Zusammentreffen aber eher für ein paar fotografische Experimente genutzt. Besonders das etwas expressionistisch anmutende Offenblende-Bild hat es mir angetan - das knallige Rot der Flechten und die insgesamt sehr surreal wirkende Umgebung find ich einfach klasse.

Aber viel Zeit blieb mir nicht, denn ein weiteres tolles Motiv wartete schon. Und wieder war es meine Freundin, die am Wegesrand fündig wurde, während ich einmal mehr durch die Heidebüsche kroch.

Sie hatte doch tatsächlich ein noch sehr junges Exemplar einer Schlingnatter entdeckt. Es sonnte sich direkt am Wegesrand. Der Größe von höchstens 20 cm nach zu urteilen, konnte sein Schlupf noch nicht allzulange her sein.

Schlingnatter gebähren ihren Nachwuchs nämlich, im Gegensatz zu der auch bei uns vorkommenden Ringelnatter, lebend, das heißt, sie legen keine Eier, sondern bringen vollentwickelte Junge zur Welt. Und ein solches Exemplar hatten wir hier nun vor uns.

Die Art ist in ganz Europa weit verbreitet und kommt hier sowohl in der Ebene als auch im Gebirge bis in 2000 Meter Höhe vor. Da die Schlange eine trockenheits- und wärmeliebende Art ist, sind aller­dings Lebensräume dieser Art eine Voraus­setzung für ihr Vorkommen. Der Biotoptyp selbst spielt da eher eine untergeordnete Rolle. Abhängig von der Landschaft können das Heiden, Magerrasen, Hochmoore, Waldränder oder aber auch alpine Geröllhalden sein.

In Deutschland kommt die Glattnatter, wie sie auch genannt wird, nicht flächendeckend vor und ist hier vor allem in den wärmebegünstigten Regionen anzu­treffen vor. Ihr Verbreitungsschwerpunkt liegt dabei in den Weinbauregionen Süddeutschlands und den Heidegebieten Brandburgs.

In Deutschland steht die Art als "gefährdet" auf der Roten Liste und gilt außerdem, laut FFH-Richtlinie, als streng zu schützende Art.

Coronella austriaca
Gattungssuche Coronella austriaca - Schlingnatter
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Nr. 2011.1773kl_r100 %
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Keine Infos in EXIF.100mm; F/6.3; 1/160s; ISO 400
Canon EOS 50D

Zur Feier des Tages und als Belohnung für den heutigen Sieger bei der Motivsuche, habe ich übrigens ein Schlangen-Foto ausgesucht, welches meine Freundin gemacht hat. Lediglich die Kamerakonfiguration oblag mir bei dieser Einstellung. Ein wirklich schönes Bild wie ich finde!

Auf dem Weg zum Auto krabbelte uns dann noch ein Großer Kiefernprachtkäfer vor die Füße. Naja, eigentlich sonnte er sich gerade auf einem der Baumstämme, die hier als Wegabgrenzung dienen und entdeckt wurde er - na, man kann es schon erahnen - nicht von mir!

Chalcophora mariana
Gattungssuche Chalcophora mariana - Großer Kiefernprachtkäfer
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Nr. 2011.1794kl_r100 %
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Keine Infos in EXIF.100mm; F/8; 1/8s; ISO 200
Canon EOS 50D

Auch bei diesem Fund handelt es sich wieder um eine gefährdete Art, die in vielen Bundesländern auf der Roten Liste steht. In Brandenburg ist das aber momentan noch nicht der Fall. Die hier ausreichend vorhandenen sandigen und war­men Kiefernwälder bieten den Käfern einen opti­malen Lebensraum.

Eine weitere Voraussetzung für sein Vorkommen ist das ausreichende Vorhandensein von Totholz, in dem sich die bis zu 8 cm großen Larven des Käfers entwickeln können.

Die Käfer werden mit etwas mehr als 3 cm Körper­größe nicht ganz so groß, sind damit aber immer noch viel größer als die meisten anderen bei uns heimischen Käferarten.

Ein fotgrafische Herausforderung stellt der in natura in allen Farben schillernde Panzer dieses Käfers dar. Auf einem Foto führt eine solche Oberfläche meist zu sehr unschönen Reflektionen. Die habe ich hier versucht, mit Hilfe eines Polfilters, ein wenig abzumildern.

Nun hieß es aber schnell zum Auto, daß mir nicht aus Versehen noch etwas vor die Linse kriecht, denn irgendjemand muß ja auch die ganzen Fotos sichten, webtauglich machen und vorallem den ganzen Text dazu schreiben ;-)

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03.09.2011 - Auf Schlauchsuche...

Meine heutige Exkursion führte mich zusammen mit einem Spinnenfachmann zum Pfefferfließ südlich von Berlin. Das Ziel war es endlich einmal eine Tapezierspinne vor mein Objektiv zu bekommen.

Doch erst einmal begegnete uns ein Teichmolch-Baby, welches gerade durch das Unterholz kroch. Es war nur circa 3 cm groß und wenn es sich nicht zufällig in diesem Moment bewegt hätte, wäre dieser kleine Zwerg wohl nie vor meine Linse geraten.

Molche gehören zur Klasse der Amphibien. Der Teich­molch ist dabei die häufigste der fünf in Deutschland vorkommenden Arten. Er ist in seinen Lebens­raum­ansprüchen recht flexibel und kommt sowohl in offenen Landschaften als auch in dicht bewaldeten Regionen vor.

Da sich seine Larven, wie die der meisten Lurche, im Wasser entwickeln, ist allerdings das Vorhandensein von geeigneten Laichge­wäs­sern eine Grundvor­aus­setzung für sein Vor­kommen.

Bis zum Juli haben die meisten paarungswilligen Erwachsenen und auch die inzwischen geschlüpften Jungtiere das Gewässer wieder verlassen, um für den Rest des Jahres an Land zu leben. Interessant zu erwähnen ist, daß die Molche dabei sogar ihre Erscheinungsform ändern.

Lissotriton vulgaris
Gattungssuche Lissotriton vulgaris - Teichmolch
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Nr. 2011.1474kl_r100 %
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Keine Infos in EXIF.100mm; F/5; 1/15s; ISO 200
Canon EOS 50D

Der Teichmolch gilt laut Roter Liste von Deutschland zwar nicht als gefährdet, ist aber laut Bundes­natur­schutzgesetz eine besonders geschütze Art - wie im Übrigen alle europäischen Reptilien und Amphibien.

Inzwischen hatte mein Begleiter nun auch die ersten Wohnungen des eigentlichen Objektes meiner Begierde ausfindig gemacht. Es handelte sich dabei um bis zu 40 cm lange gesponnene Schläuche, die einer sehr interessanten Spinnenart als Domizile dienen. Nur die letzten Zentimeter schauen dabei aus dem lockeren Sandboden heraus und sind nochdazu meist gut getarnt. Allein hätte ich sie deshalb auch niemals gefunden. Wenn man allerdings einen so kompetenten Begleiter wie ich dabei hat, der einem zeigt wo genau zu suchen und auf welche veräterische Spuren zu achten ist, wird man recht schnell fündig.

Atypus affinis
Gattungssuche Atypus affinis - Tapezierspinne (Wohnschlauch)
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Nr. 2011.1534kl_r100 %
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Keine Infos in EXIF.100mm; F/4; 1/125s; ISO 400
Canon EOS 50D

Ein weiteres Problem ist jedoch, daß sich die Spinne tagsüber meistens ganz am Boden dieser Wohn­röhre aufhält und man so höchstens mit einem En­doskop ein paar Fotos von ihr bekommen könnte ;-)

Als Lösung hilft da nur - graben - und das am Besten sehr vorsichtig, damit dem empfindlichen Bauwerk und der Spinne nichts passiert. Und nach einer viertel Stunde Arbeit saß es dann vor mir - ein ausgewachsenes Weibchen einer Tapezierspinne der Art Atypus affinis .

Zusammen mit zwei weiteren Arten der selben Gattung bilden sie die einzigen Vertreter der Vogel­spinnenartigen in Mitteleuropa. Alle anderen Vertre­ter dieser Unterordnung der Webspinnen leben eher in wärmeren Gefilden.

Doch auch die drei mitteleuropäischen Arten haben eine besondere Vorliebe für trockene und sonnige Standorte. Besonders am Rand von lichten Kiefernwäldern findet man ihre Kolonien. Die Röhreneingänge liegen dabei meist im Gras oder unter Totholz verborgen.

Atypus affinis
Gattungssuche Atypus affinis - Tapezierspinne
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Nr. 2011.1523kl_r100 %
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Keine Infos in EXIF.100mm; F/8; 1/15s; ISO 400
Canon EOS 50D
Atypus affinis
Gattungssuche Atypus affinis - Tapezierspinne
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Nr. 2011.1484bkl_r100 %
1484bkl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/11; 1/3s; ISO 200
Canon EOS 50D

Selbst in der Nacht verlassen die Tiere diese Gespinstschläuche nicht, sondern kommen lediglich bis in den gut getarnten oberirdischen Teil und warten bis ein Beutetier darüberläuft. Sobald das geschieht, beißt die Spinne mit ihren kräfigen Chelizeren durch die Schlauchwand hindurch. Die so gelähmte Beute wird dann durch die Röhrenhülle gezogen und das entstandene Loch sofort wieder verschlossen.

Nach dem erfolgreichen Abschluß des Shootings, welches sich aufgrund eines defekten Fernauslösers und eher mangelhaftem Lichtes schwieriger gestaltete als erwartet, folgte noch ein Spaziergang durch einen kleinen Teil dieser wunderschönen reich strukturierten Landschaft. Dabei begegneten uns noch allerlei weitere Tiere, die es aber aufgrund von Zeitmangel alle nicht auf meinen Chip geschafft haben.

Lediglich an einer noch sehr kleinen Raupe eines Wermut-Mönchs konnte ich einfach nicht vorbei­gehen. Da ich seine Schwesterart erst vor kurzen in den Püttbergen fotografiert hatte, wollte ich der Vollständigkeit halber auch ein Bild der Raupe dieses Schmetterlings mein Eigen nennen.

Wie der Beifuß-Mönch ernähren sich auch die Raupen dieses Vertreters der Eulen-Falter hauptsächlich von Beifußarten. Gelegentlich kann man sogar beide zusammen auf ein und der selben Futterpflanze beobachten.

Eine weitere Gemeinsamkeit ist seine Vorliebe für trockene und oft sandige Magerrasen. In Deutsch­land steht die Art, aufgrund des rapiden Rückgangs dieser Landschaftsformen, deshalb auch auf der Vor­warnstufe zur Roten Liste.

Cucullia absinthii
Gattungssuche Cucullia absinthii - Wermut-Mönch
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Nr. 2011.1562_64kl_r100 %
1562_64kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8 (DFF); 1/10s; ISO 200
Canon EOS 50D

Im Großen und Ganzen war diese Exkursion für mich sehr lehrreich und besonders im Hinblick auf die herrliche Natur ein echtes Erlebnis. Vielen Dank für die kompetente Führung an Lars Frimann!

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13.06.2011 - Badespaß am Werlsee...

Den Nachmittag des diesjährigen Pfingstsonntags verbrachten wir relaxend und badend mit Freunden am Werlsee, in der Nähe von Erkner. Auch wenn die grelle Nachmittagssonne eigentlich eher nicht zum fotografieren einludt, war meine Kamera natürlich trotzdem mit am Start.

Ischnura elegans
Gattungssuche Ischnura elegans - Große Pechlibelle ♂
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Nr. 2011.8229kl_r100 %
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Keine Infos in EXIF.100mm; F/5.6; 1/400s; ISO 400
Canon EOS 50D

Viele Bilder entstanden am Ende aber wirklich nicht - genaugenommen eigentlich nur eins - und zwar das einer Großen Pechlibelle, die sich tief im Schilfgürtel des Sees versteckt hielt. Es war also ziemlich schwer, das Tier auf dem Bild freizustellen. Diese Tatsache und die, daß es sich dabei noch dazu um eine Freihandaufnahme handelt, machen das Bild, trotz seiner kleinen Makel, für mich zeigenswert.

Die Große Pechlibelle gehört zu den Kleinlibellen. Ihren Namen verdankt sie ihrem, bis auf das blaue "Schlußlicht", pechschwarzen Körper. Die Männchen weisen am Kopf und Thorax weitere blaue Partien auf, während die Weibchen dort auch in anderen Farb­tönen, wie beispielsweise lila, gefärbt sein können.

Die Art hat recht geringe Ansprüche gegenüber ihrem Lebensraum und kommt daher überall noch recht häufig vor. Die Große Pechlibelle gilt deshalb in Deutschland auch als "nicht gefährdet" und wird in einigen Gegenden sogar als die häufigste Libellenart angegeben.

Die Flugzeit der Art geht von Mitte Mai bis in den September hinein. Wenn es zur Ausbildung einer zweiten Generation kommt, kann sie sich jedoch noch bis in den Oktober hinein verlängern. Das ist allerdings eher die Ausnahme und nur in klimatisch begünstigten Gebieten der Fall.

Zu erwähnen wäre noch, daß die Eiablage bei dieser Art nicht im Tandemflug zusammen mit dem Männchen, sondern stets allein vom Weibchen durchgeführt wird. Dies ist für Schlanklibellen nämlich eher ungewöhlich.

Es waren natürlich noch eine Vielzahl weiterer Libellen am See unterwegs. Die meisten von ihnen sah ich jedoch nur im Vorbeifliegen oder sie waren für ein Shooting einfach zu ungeduldig. Ich denke, ich werde den Werlsee bei Gelegenheit mal in den frühen Morgenstunden mit meinem Stativ besuchen müssen.

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08.06.2011 - Ach diese Heide...

Heute war einmal mehr die Schönower Heide mein Ziel - inzwischen schon fast eins meiner Lieblingsreviere. Von einen Freund hatte ich gehört, daß sich hier im Augenblick in großer Zahl die Gelbe Mordfliege tummelt. Und tatsächlich, überall am Wegesrand sah man sie auf erhöhtem Posten nach Beute ausschauhalten.

Laphria flava
Gattungssuche Laphria flava - Gelbe Mordfliege ♂Raubfliegenprojekt
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Nr. 2011.7917kl_r100 %
7917kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/11; 1/8s; ISO 200
Canon EOS 50D

Es ist schon interessant diese Riesen unter den Raubfliegen aus der Nähe beobachten zu können. Die größten von ihnen waren meiner Meinung nach fast 3 cm groß.

Die Gelbe Mordfliege kommt fast in ganz Europa vor. Sie bevorzugt dabei Lichtungen und sonnige Waldränder als ihr Revier. Ihre Hauptflugzeit ist von Juni bis Juli.

Wie alle anderen Raubfliegen jagt sie ihre Beute im Flug. Bei ihren kurzen Rundflügen kehrt sie dabei typischerweise immer wieder zu ihrem gewählten "Ausguck" zurück. Man kann schön beobachten, wie von dort jedes vorbeifliegene Insekt sofort wahrge­nommen und auf seinen Beutestatus abgecheckt wird.

Sonst war allerdings sehr wenig los. Vielleicht war es selbst den meisten meiner potentiellen Motive bei schwülwarmen 23 Grad früh morgens um 8.00 Uhr schon zu warm. Mir auf jeden Fall!

So begnügte ich mich lediglich noch mit zwei Kleinschmetterlingen. Der erste war ein Ockergelber Blattspanner. Er fiel mir durch seine knallige gelbe Farbe auf und daß er, ständig mit dem Wind kämpfend, mehr von einem Ansitz zum nächsten geweht wurde, als daß er flog.

Camptogramma bilineata
Gattungssuche Camptogramma bilineata - Ockergelber Blattspanner
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Nr. 2011.7925kl_r100 %
7925kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/11; 1/25s; ISO 200
Canon EOS 50D
Camptogramma bilineata
Gattungssuche Camptogramma bilineata - Ockergelber Blattspanner
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Nr. 2011.7945kl_r100 %
7945kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/13; 1/20s; ISO 200
Canon EOS 50D

Der ca. 3 cm große Falter gehört zur Familie der Spanner. In Europa ist er weit verbreitet und überall recht häufig. Er stellt dabei keine großen Ansprüche an seinen Lebensraum. Die Falter sind tag- oder dämmerungs­aktiv und ernähren sich von Blütennektar. In zwei Generationen fliegen sie von Mitte Mai bis in den September hinein. Aufgrund der weißen und dunklen Querlinien ist die Art eigentlich unverwechselbar.

Der zweite Falter, der vor mein Objektiv flatterte, war noch winziger. Ein ca. 1,5 cm großer und mir bisher Unbekannter Zünsler hatte es sich auf einem Holzstamm am Wegesrand gemütlich gemacht.

Obwohl ich schon auf dem Heimweg war, konnte ich mir diese Chance natürlich nicht entgehen lassen. Trotz der Unscheinbarkeit des Falters hat sich der kleine Stop doch gelohnt, wie ich finde.

Besonders toll kommt auf dem Foto der buschige Rüssel des Tieres zur Geltung. In freier Natur sieht man davon nämlich, bei dieser Größe, normalerweise rein gar nichts.

Falls mir irgendjemand diesen Zünsler noch bestimm­en könnte, wäre ich ihm sehr dankbar. Bis dahin muß ich erst einmal auf Informationen zur Art verzichten.

Crambidae ssp.
Gattungssuche Crambidae ssp. - Unbekannter Zünsler
X
Nr. 2011.7981kl_r100 %
7981kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/6.3; 1/100s; ISO 400
Canon EOS 50D

Die restlichen Fotos sind, aufgrund des heute ständig wehenden Windes, eher nicht so zeigenswert und so ist die Bildausbeute dieses Ausfluges eher mager. Doch allein die wunderschöne Landschaft und die Artenvielfalt begeistern mich hier jedesmal aufs Neue - und allein das ist für mich schon Lohn genug.

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10.04.2011 - Frau gesucht...

Nachdem es mir im vorigen Herbst in Jüterbog bereits gegönnt war mehrere Männchen der in Deutschland so seltenen Dünen-Springspinne zu beobachten, wollte ich heute endlich ein Weibchen vor die Linse bekommen. Allerdings brauchte ich dazu nicht mehr bis Jüterbog fahren, sondern ein Ausflug in die Schönower Heide sollte dafür genügen. Ich besuchte diese Gegend bereits im vorigen Herbst, konnte damals aber keinen der hübschen Springer finden. Von Freunden wußte ich allerdings, daß die Art hier vorkommt. Es hieß also auf besseres Wetter warten - heute war es nun soweit.

Und meine Ahnung war richtig. Schon nach wenigen Schritten hüpfte mir das erste Männchen vor die Füße.

Yllenus arenarius
Gattungssuche Yllenus arenarius - Dünen-Springspinne ♂Springspinnengalerie
X
Nr. 2011.4551kl_r100 %
4551kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8; 1/60s; ISO 200
Canon EOS 50D
Yllenus arenarius
Gattungssuche Yllenus arenarius - Dünen-Springspinne ♂Springspinnengalerie
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Nr. 2011.4561kl_r100 %
4561kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/11; 1/40s; ISO 200
Canon EOS 50D
Der Fund eines Weibchens hat dann allerdings ein wenig länger gedauert. Die Weibchen hüpfen nämlich nicht so umher wie ihre männlichen Artgenossen, sondern warten meist, perfekt getarnt, unter einem Grasbüschel auf Beute oder einen potentiellen Partner. Mein Weibchen hatte wohl eher Hunger, als Lust auf Sex. Mit ihrer Beute, einer kleinen Spinne, war sie in ihrer Deckung jedenfalls fast nicht zu sehen.
Yllenus arenarius
Gattungssuche Yllenus arenarius - Dünen-Springspinne ♀Springspinnengalerie
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Nr. 2011.4505kl_r100 %
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Keine Infos in EXIF.100mm; F/11; 1/30s; ISO 400
Canon EOS 50D
Und nachdem mein Auge nun geschult war, fand ich auf einmal auch noch mehr der kleinen Schönheiten.
Yllenus arenarius
Gattungssuche Yllenus arenarius - Dünen-Springspinne ♀Springspinnengalerie
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Nr. 2011.4518kl_r100 %
4518kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/11; 1/15s; ISO 200
Canon EOS 50D
Yllenus arenarius
Gattungssuche Yllenus arenarius - Dünen-Springspinne ♀Springspinnengalerie
X
Nr. 2011.4531kl_r100 %
4531kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/8; 1/125s; ISO 200
Canon EOS 50D
Durch das ständig wechselnde Licht sind übrigens sehr verschiedenen Farbstimmungen entstanden. Und zum Schluß, als meine Models keine Lust mehr hatten, haben sich beide einfach eingegraben.
Yllenus arenarius
Gattungssuche Yllenus arenarius - Dünen-Springspinne ♀Springspinnengalerie
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Nr. 2011.4579kl_r100 %
4579kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/11; 1/80s; ISO 200
Canon EOS 50D
Yllenus arenarius
Gattungssuche Yllenus arenarius - Dünen-Springspinne ♂Springspinnengalerie
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Nr. 2011.4572kl_r100 %
4572kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/7.1; 1/160s; ISO 400
Canon EOS 50D

Kein Wunder also, daß man die Kleinen so selten zu Gesicht bekommt! Ein paar weitere Infos zur Art gibt es noch in meinem letztjährigen Bericht zu Yllenus arenarius in der Binnendünenlandschaft von Jüterbog.

Auf dem Heimweg begegnete mir schließlich mit dem Sand-Steppenrüssler noch ein anderer Vertreter sandiger und trockener Lebensräume, den ich bis dahin noch nie zu Gesicht bekommen hatte. Dieser seltene Käfer gehört zu der Familie der Rüsselkäfer und ist in Deutschland aufgrund seiner spezifischen Lebensraumansprüche stark gefährdet.

Coniocleonus hollbergi
Gattungssuche Coniocleonus hollbergi - Sand-Steppenrüssler
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Nr. 2011.4646kl_r100 %
4646kl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/7.1; 1/15s; ISO 200
Canon EOS 50D
Coniocleonus hollbergi
Gattungssuche Coniocleonus hollbergi - Sand-Steppenrüssler
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Nr. 2011.4642ckl_r100 %
4642ckl_r
Keine Infos in EXIF.100mm; F/7.1; 1/30s; ISO 200
Canon EOS 50D
Im Großen und Ganzen ein sehr interessanter und ereignisreicher Tag. Wenn das so weiter geht...
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